Die Diva unter den Gins

Eine Diva ist mittlerweile ja nicht mehr zwingend weiblich, aber das wisst ihr ja bestimmt. Die bekanntesten Diven dürften Mariah Carey oder Madonna sein. Mariah Carey gibt ja nur noch Interviews im Liegen, oder so. Bei den Männern stehen da zum Beispiel, Boy George oder Elton John, ohne davon jemand persönlich zu kennen, können wir uns das ganz gut vorstellen. Für die Sportlichen unter uns sind bekannte Diven der Brasilianer Neymar, Cristiano Ronaldo oder Zlatan Ibrahimovic. Man sagt auch Lewis Hamilton nach, er sei eine Diva.  Mittlerweile finden sich „Diven“, egal ob weiblich oder männlich, auch in unserem Alltag, wobei der Begriff heutzutage breiter gefächert ist wie einst. Im Duden steht bei Diva: „jemand, der durch besondere Empfindlichkeit, durch exzentrische Allüren o. ä. auffällt“ und gerade in Zeiten von Social Media, wo man Aufmerksamkeit nur durch auffallen erreicht, oder durch extreme Coolness oder einfach so gut ist das die Leute auch so auf einen aufmerksam werden. Ob wir Diven sind? Nein, also Whugga ja ein wenig, aber der Don nicht, wobei manchmal, ja wir sind beim Thema Gin Diven, die Gin Diva, aber sind wir nicht alle ein wenig Gin Diven?

Wir haben beim letzten Tasting einen Gin gefunden auf den der Begriff Gin Diva gut passt. Wir erklären euch auch sehr gerne warum, aber zuerst stellen wir euch den Marconi 46 vor. Der Marconi 46 kommt aus dem Hause Poli, die nicht nur in Italien für Ihre Produkte, vor allem aber für Ihren Grappa bekannt sind. Da wundert es nicht, dass sich die Familie Poli dachte auch einen Gin auf den Markt zu bringen, in den typischen Flaschen und eben mit dem typischen qualitativen Merkmal. Im Gin wurden Muskat-Trauben, Kardamon, Minze, Koriander, Kiefer und Zirbelkiefer verarbeitet. Die Italiener habens ein wenig mit der Zirbelkiefer, denn auch im Z44 kommt diese vor und verleiht ihm den typischen Z44 Geschmack.

Marconi 46 Gin
Marconi 46 aus dem Hause Poli. Marconi 46 GIn

Wie riecht und wie schmeckt die Gin Diva? Am dünnen Flaschenhals gerochen, riecht das ganze sehr interessant, ein fruchtiger und blumiger Geschmack steigt in die Nase. Aber wir hätten keine der Zutaten gerochen. Aus dem Glas riecht er übrigens genau so, was ja nicht immer der Fall ist. Beim puren Test brauchen wir eine Weile und merken dann, das schmeckt ein wenig nach Muskatnuss. Naja es war nicht Muskatnuss, aber die Muskat-Traube. Auf verschiedenen Verkaufsseiten steht, das gerade diese Muskat-Traube den Gin „traubig“ macht, ob nun „traubig“ oder nicht, pur und auf Eis schmeckt der Gin richtig gut. Also gerne als „Shot“ trinken oder einfach mal wenn man kein Tonic möchte, sondern den Gin in seiner reinen Form trinken will, ist der Marconi eine gute Wahl.

Wieso schreiben wir hier von der Gin Diva, die Erklärung sind wir noch schuldig, aber die Geschichte ist auch schnell erzählt. Vor lauter Minze, Kiefer und Muskat dachten wir uns mit dem Hibiskus Tonic Water von Schweppes eine gute Wahl getroffen zu haben. Wobei wir zuerst annahmen, dass diese Hibiskus Tonic Water sehr süß wäre, das ist es gar nicht, es trinkt sich sogar ganz angenehm. Allerdings ist es die Kombi aus Marconi 46 (ob die Familie Poli Valentino Rossi Fan ist und deswegen die 46 am Namen steht?) und Hibiskus Tonic Water nicht unsers, das ganze schmeckt künstlich und hinterlässt eine pelzige Zunge, da kommt die Zirbelkiefer raus, die gerne mal so Effekte hervorruft.

Wir wollen das nicht auf uns sitzen lassen und greifen zu unserem Standard Tonic fürs Tasting, dem Thomas Henry Tonic Water, aber auch damit schmeckt der Gin Tonic uns nicht wirklich. So glauben wir das der Gin gar nicht als Gin Tonic getrunken werden will. Er lässt sich nicht elegant von einem Tonic begleiten und gönnt niemand außer sich selbst die volle Aufmerksamkeit. Aber Ginseidank ist der Gin pur so gut, dass man dieser auch alleine trinken kann, mit Eis, Eis geht!

 

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