Karamell, Lakritze und das bitte salzig

Gin Primo Acqua Tonica Bianchetti

Gin Primo

Habt ihr einen Italiener aus Süditalien in eurem Freundeskreis? Wie heißt dieser oder diese denn? In 90% der Fälle heißt der oder die Bekannte dann wie die Großeltern oder Urgroßeltern hießen, in selten Fällen heißen sogar die Kinder direkt wie die Eltern. Einerseits eine tolle und schöne Tradition, aber ihr könnt euch nicht ausmalen was los ist, wenn man mit dieser Tradition bricht. Der Bruder vom Don, der ist so einer der nach seinem Großvater benannt wurde, das zieht sich durch die ganze Verwandtschaft. Beim Whugga ist das anders, da heißt niemand anders mehr Whugga. Dieser Name ist einzigartig. Wie kommen wir denn eigentlich heute auf Vornamen und die Tradition des Weitergebens, na ganz einfach, heute geht es bei uns um den Gin Primo.

Der Gin Primo heißt so nach dem Gesetz des „Primogenito“ des Erstgeborenen praktisch. Die Macher des Gin Primos hoffen, dass dies der erste Gin ist und vielleicht noch andere Folgen, der Gin kommt aus der Romagna, hier vielleicht besser als Emilia-Romagna bekannt. Falls nicht, das Gebiet umfasst die Städte Piacenza, über Bologna, bis nach Rimini oder halt von den Apenninen bis zum Fluss Po. Durch die zahlreichen Städtchen an der Küste kommt auch eine der Hauptzutaten nämlich das Salz der Romagna. Wie jetzt Salz? Ja, Salz! Das Wasser, das zum destillieren des Gins genommen wird mit dem Romagna Salz versetzt. Dazu kommen Lavendel, natürlich Wacholder und ganz wichtig Erba Luigia und Santolina Cenere, der Don der eigentlich italienisch spricht und eine große Suchmaschine in diesem Internet können das auch nicht übersetzen, also einfach so hinnehmen. Die Botanicals werden nach der Ernte innerhalb von 24 Stunden verarbeitet, so zumindest wird das dem interessierten Leser der Homepage mitgeteilt. Wir müssen unweigerlich an salziges Karamell denken, da dachte am Anfang bestimmt auch keiner das jemals jemand daran Gefallen finden würde.

Damit zum Geruchstest, wart ihr schon mal im Urlaub in einem Küstenort? Seid ihr da früh morgens mal aufgestanden und habt am Strand tief eingeatmet? Genauso riecht der Gin, nach Meer, nach Küste, nach kleinem Fischerdorf aus dem die ganzen Boote schon los sind und nur dieser Salzgeruch in der Luft liegt. Wir kommen direkt zum Geschmackstest, wir kennen schon einen Salz Gin und ahnen was auf uns zu kommt. Kalt auf Eis, pur war der erste Schluck sehr salzig, ungefähr so schmeckt das wenn man im Salzbergwerk an einem Stein leckt, glauben wir zumindest. Also kurz schütteln, nochmal versuchen und siehe da, der Gaumen und die Zunge sind vorbereitet und man schmeckt plötzlich mehr raus als nur Salz, etwas leicht Süßes und etwas das wie Zitrusfrucht schmeckt. Das kann die Erba Luigia sein, diese soll so in etwa wie Melisse und Zitrone schmecken. Auf jeden Fall etwas Besonderes das bestimmt noch nicht jeder getrunken hat.

Lasst uns einen Gin Tonic draus machen und wer unsere Einträge hier regelmäßig liest weiß das wir uns nicht gerne an Empfehlungen halten, also nehmen wir von Rioba das Tonic Water und bereuen es sofort. Die zwei passen nicht zusammen, das ist als würde man Salz in seinen Kaffee kippen, niemand trinkt das. Also nehmen wir wie empfohlen das Bianchina Tonic Water, kennt ihr nicht, das wurde extra für den Gin Primo gemacht und schmeckt richtig gut. Egal ob Pur oder mit dem Gin Primo zusammen, da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht. Zusammen schmeckt das mehr als interessant, das salzige geht am Anfang verloren, nicht komplett aber wird deutlich weniger, allerdings auch andere Geschmacksnuancen. Lässt man das ganze etwas stehen und abkühlen merkt man der Gin Tonic wird salziger und auch das was wir als Zitrusfrucht wahrnehmen kommt wieder zurück. Anders wie bei salziger Lakritz, das schmeckt immer nach salziger Lakritze.

Ginseidank sind wir so mutig und testen salzigen Gin und freuen uns auf ein weiteres Highlight in unserer Sammlung.

Mehr geht immer

Mini Juniper Jack

Juniper Jack die Wacholder Bombe

Eine Prise Salz, eine Prise Himalayasalz, ein wenig rosa Pfeffer, eine Handvoll frisch gepflückte Minze aus einem kleinem chinesischen Bergdorf, von einer Jungfrau besungenen Koriander, von einem ostindischen Guru gesegneten Ingwer und Seegras aus Atlantis mehr braucht man nicht. Für was? Keine Ahnung, aber manchmal ist das doch so, man will nachschauen was man braucht um das oder jenes daheim nach zu machen und die Zutatenliste liest sich wie das Rezept eines Zaubertrankes den nicht mal Miracolix aus den Asterix Comics hätte herstellen können. Wir stellen uns oft die Frage, muss das genau das sein, können wir nicht zum Beispiel ganz normale Minze nehmen? Fragt mal, wenn ihr noch habt eure Omas, Rezepte von Omi sind die besten, egal bei was und wir sind uns sicher, sie sind es, weil die herkömmlichen Ingredienzien einfach mit Liebe behandelt werden. Nicht diese Disney oder Hollywood Filmliebe, nein die Liebe die nur eine Oma geben kann, wie wenn sie einem früher einen 20er in die Hand gedrückt hat und meinte kaufst dir ein Eis. Mit die einfachste Art und Weise einem seine Zuneigung zu zeigen. Man könnte aber auch einfach einen Gin machen mit ein paar Botanicals drin, gar nicht zu viele und sich auf den Ursprung besinnen, so wie beim Juniper Jack eben.

Beim Blick auf die Homepage des Juniper Jacks fällt eines sofort ins Auge, der aus Dresden stammende Gin überzeugt durch seine Wacholdernote. Kein Schnickschnack, keine exotischen Früchte oder Kräuter, sondern 10 Botanicals. Einfach schön, schön einfach und schlicht. Zu den Wacholderbeeren gesellt sich Wermut, Orangenschale, Zitronenschale, Koriander, Minze, Brombeerblätter und die anderen 3 Zutaten bleiben geheim. Was nicht geheim gehalten wird ist die Herkunft des Wacholders, dieser wird auf 750 Meter Höhe in Kroatien geerntet. Und genau dieser Wacholder ist eben der Wacholder, der den Gin so wacholderig macht. Der Batch ist auf 1736 Flaschen begrenzt, in diesem Jahr hat Juniper Jack sein Protest Theaterstück gegen König George den Zweiten geschrieben und Uraufgeführt, so steht es ebenfalls auf der Homepage. Auch die Flasche ist schlicht gehalten und wirkt wohl eben deswegen sehr edel. Genug der einleitenden Worte, wir sind neugierig.

Wir riechen mal was da so aus der Flasche strömt und sind beeindruckt, die volle Breitseite Wacholder strömt in die Nase. Anders als wenn Oma kocht; übertreffen sich bei Oma die Aromen ist es hier anders, nicht zu Unrecht trägt der Gin den Beinamen Wacholderbombe. Das riecht richtig hart und außer den Wacholderbeeren können wir nichts riechen. Nun gut dann nehmen wir unser Mut zusammen, fast so als wenn wir der Oma sagen müssen man hätte keinen Hunger und schütten den Gin über den Eiswürfel ins Glas. Dieser Moment ist für uns jedes Mal faszinierend, einfach nur der Gin, das Glas und der Eiswürfel. Nach dem wir dem Gin kurz Zeit gegeben haben kalt zu werden kommt die pure Verköstigung und siehe da, so hart der Juniper Jack auch riechen mag, so angenehm schmeckt die Wacholderbombe wenn kalt und pur. Auf jeden Fall schmeckt er angenehmer als er riecht.

Mit dem Windspiel Tonic wird das nun zum Gin Tonic aufgefüllt und wird dadurch zu der Kombi die immer geht, wie der Käsekuchen von Oma, den kann man auch immer essen. Was wir etwas schade finden das wir keine der anderen Botanicals wirklich rausschmecken, was aber nicht heißt das dieser Gin Tonic genial zum Trinken ist. Der Gin verzichtet auf vieles um einfach das zu sein was die Ginliebhaber wollen, einen echten Wacholderlastigen Gin.

Gin Sei Dank war König George II damals verrückt, vielleicht hätte es sonst nie ein Theaterstück gegeben und wer weiß ob der Juniper Jack die Wacholderbombe geworden wäre.

Gin liebt uns, Gin liebt uns nicht

Der Ginseblümchen

Wer von euch ist abergläubisch? Wer jetzt mit „ich nicht“ geantwortet hat, dem glauben wir das nicht und zwar aus dem einfachen Grund, weil wir das nicht glauben. Jeder von uns hat doch schon dreimal auf Holz geklopft, auch wenn das Holz hier der eigene Kopf war. Unter einer stehenden Leiter durchlaufen? Nein sowas macht man nicht, was auch gut ist, viele würden sich ja den Kopf stoßen, oder hat man doch Angst, das dies Pech bringen könnte? Beim zu Prosten in die Augen schauen, macht man wohl nur in Deutschland, aber wenn nicht bringt das Pech. Paradox ist aber doch irgendwie das ein zerbrochener Spiegel 7 Jahre Pech bringt, aber Scherben bringen Glück? Wer hat früher nicht auch eine Blume von der Wiese gepflückt und „Sie/Er liebt mich, Sie/Er liebt mich nicht…“ gespielt? Welche Blumen habt ihr denn dazu genommen? Die Gänseblümchen die eigentlich überall wachsen? Ja? Gut das bringt uns zum heutigen Thema, dem Ginseblümchen.

Ja, ihr habt richtig gelesen, Ginseblümchen, ihr kennt ja unsere Haltung zum Thema Gin Wortspiele. Die Ginseblume kommt aus Krumbach, für diejenigen die Krumbach nicht kennen, das liegt ganz grob zwischen Stuttgart und München, nahe Ulm. Dort kam Herr Johannes Diem auf die Idee einen eigenen Gin zu machen, dazu nahm er sich Frau Dr. Katarina Zott zur Hilfe, nach knapp einem Jahr war klar Gänseblümchen aus biologischem Anbau, Lavendel und Zimt dürfen sich zu den Wacholderbeeren gesellen und mehr nicht, zumindest werden nicht mehr erwähnt. Hat schon mal jemand von euch Gänseblümchen gegessen? Wir zumindest nicht, vielleicht mal als Kind, aber in den letzten Jahren nicht bewusst, aber mal ehrlich, warum auch wir dürfen das jetzt doch trinken. Guter Punkt wie schmeckt der denn?

Bis wir das erfahren müssen wir uns noch gedulden und hoffen, dass das das gerade da über die Straße gelaufen ist keine schwarze Katze war. Also klopfen wir dreimal auf Holz und riechen an der Flasche, kennt ihr diesen Geruch einer Wiese früh am Morgen im Sommer? Genauso riecht das, der Geruch ist wie ein Stück Urlaub. Frisch, aufregend und interessant, also schütten wir Salz über unsere Schulter und schenken über den großen Eiswürfel ein wenig des Gins in ein Glas. Kurz kalt werden lassen, wieder dran riechen und siehe da, das riecht immer noch sehr aufregend. So, der Whugga der mag keinen Zimt, wollt ihr den Diggen jagen, dann mit Zimt, merkt euch das (ihr wisst nie wann man das jemals wieder brauchen kann). Trinkt man das Ginseblümchen pur stellt man eine tolle Wacholdernote fest und ein wenig Zimt, den Lavendel riecht man aber man schmeckt ihn nicht, aber dieser Geruch in der Nase steigert die Freude. Soweit so gut.

Wenn man auf der Seite der Ginseblume schaut wird als Tonic Water das Thomas Henry empfohlen. Na super, unser Standard Tonic Water, dann greifen wir gerne zum Acqua Tonica di Calabria, das wir euch hier schon mal vorgestellt haben. Wer hält sich schon an Empfehlungen? Toi, Toi, Toi ist uns das Tonic Water ja nicht unbekannt und wir wissen wie das schmeckt, also rein damit und schauen was passiert. Ein Blitz hat uns schon mal nicht getroffen, vielleicht, weil wir uns beim zu prosten doch in die Augen geschaut haben, sicher ist eben sicher. Der Whugga freut sich, denn in der Kombi geht der Zimtgeschmack verloren, allerdings behält die Kombi eine schöne angenehme süße und der Lavendel hält sich Dezent im Hintergrund. Die rote Unterwäsche an Silvester scheint sich auszuzahlen, denn beim Besorgen der Flasche haben wir ein glückliches Händchen bewiesen.

Ginseidank sind wir nicht abergläubisch.

Bei Erkältung soll man viel trinken

Linden No 4 Gin und Thomas Henry Tonic Water

 Im Winter sind die Leute im Freundeskreis und Arbeitsumfeld gerne mal erkältet. Jeder Arzt sagt einem da man soll ausreichend trinken. Stimmt auch, mit Sicherheit. Wir neigen eh dazu zu wenig zu trinken,es sei denn es geht um Gin, da neigen wir nie dazu zu wenig zu trinken. Wir sind uns sicher die Kombi zuwenig trinken und Gin gibt es gar nicht. Aber wenn man erkältet oder krank ist rät der Arzt ja gerne zu Wasser oder Tee. Und bei Tee ist ja ähnlich wie beim Gin, nicht jedem schmeckt alles gleich gut. Es gibt ja Roibuschtee, Schwarztee oder auch grüner Tee, dazu kann man ja alles dazugeben. Das krasseste was wir mal an Tee getrunken haben war ein Kaffee-Toffee-Schwarztee, wie Kaffee mit Karamell, aber eben Tee mit Kaffeebohnen drin, echt cool, echt stark und echt lecker. Als Kind sieht die Teewelt eher langweilig aus, Früchtetee, Hagebuttentee oder Kamillentee, letzter bringt heute auch den Einstieg zum Gin, den Linden No 4.

D.R. Linden (Dave Richard), ihm ist dieser Gin gewidmet denn einst ging dieser auf eine Reise, so wie er ist auch die Reise fiktiv, liest sich aber sehr gut und könnte wirklich so passiert sein. Firmensitz des Linden No 4 ist Kempen, also am Niederrhein gelegen und mitten in NRW. In den Gin kommen neben Wacholder, Kardamon und Koriander, die man gerne auch in anderen Gins findet noch die Iriswurzel, Rosenblüten, Kamille, Holunderblüte und Johannisbeere. Klingt fruchtig und süß und dazu noch ein Dry Gin, klingt also schon mal ganz gut. Per Zufall sind wir auf diesen Gin gestoßen und sowas nehmen wir ja gerne in unseren Blog auf. Wir öffnen die Flasche und siehe da, das ganze riecht sehr floral, frisch und verdammt interessant. Beim ersten riechen sind wir uns nicht sicher was wir da riechen, aber wir riechen einige Botanicals. Erst später wird uns klar, das das die Kamille war, aber wir wollen ja nicht spoilern, wer will schon spoilern. Genau so wenig will jemand langweiligen Tee trinken außer man ist krank. Nun kommt der Gin ins Glas, ein Eiswürfel dazu und dann heißt es abwarten und Tee trinken, in der Zeit kann der Gin etwas abkühlen. Kalt riecht der Gin schon wieder anders, keiner der Botanicals setzt sich wirklich durch. Geschmacklich ist das aber gut, hat nichts von kaltem Tee oder Eistee, nicht das da einer auf die Idee kommt. Im Nachgang etwas hart, da meldet sich der Wacholder, der will halt auch nicht in Vergessenheit geraten.

 Nun kommt der Moment, in dem wir keinen Teebeutel ins Glas geben, wobei das bei einigen Gins echt passt. Einfach mal Schwarztee oder so kalt werden lassen und dass in den Gin geben, da merkt man halt die „Verwandtschaft“ zwischen Tee und Gin. Unser Standard nicht gesponsertes Tonic Water von Thomas Henry ins Glas dazu geben und dann kurz warten. Beim ersten Schluck sind wir beide kurz überrascht, wir kennen diesen Geschmack und nach kurzem Überlegen wissen wir es. Ja, es schmeckt wie Kamillentee, nur in viel genialer und besser. Ein Kamillentee den man gerne trinkt, egal ob krank oder nicht. Ob die süße im KamillenGinTonic durch die Johannisbeere kommt, nehmen wir jetzt einfach mal an und freuen uns über diese tolle Teekreation. Das läuft und wir verleihen den Ginseidank Kamillentee Adward des Jahres 2018. Eine tolle Abwechslung auf dem Ginmarkt.

Ein Haus, eine Kuh und einen Gin

Wir könnten jetzt hier eine Grundsatzdiskussion lostreten, wir müssten nur Fragen welches ist das beste Haustier. Wir sind sicher über die Hälfte unserer Leser, die übrigens die besten Leser der Welt sind, kämen mit Hund oder Katze an. Aber, das wollen wir nicht, wir wollen nicht das hier ein Streit ausbricht darüber welche Haustiere die besten sind. Halten wir uns an Pipi Langstrumpf, die hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen da zum Fenster raus. Und jetzt mal ehrlich, wer hat gerade nicht auch die Melodie im Kopf? Ein Pferd und einen Affen als Haustier, das ist mal was Extravagantes. Wir haben einen Kumpel, der hat eine Schlange daheim. Schönes Tier, sehr schönes Tier aber halt eher zum Anschauen. Das einer von uns Schildkröten hat, wisst ihr, wenn ihr uns auf Instagram folgt, da waren die beiden, die übrigens Sun und Shine heißen, schon mal zu sehen. Ein guter Kumpel von uns hatte mal Hühner als Haustiere, denen ging es echt gut bei ihm bis halt der Marder kam, aber sonst hatten die ein tolles Leben. Aber ansonsten kennen wir kaum Leute die irgendwie Haustiere haben, die nicht Hund, Katze oder Fische sind. Eine Kuh wäre doch mal was, oder nicht? Eine Kuh die Milch gibt, glücklich ist und das Logo des eigenen Gins inspiriert, wie beim Gin um den es heute hier Geht, den Vienna Cowling Gin.

Nach dem Lechtal Kramat und dem Funky Pump ein weiterer Österreicher bei uns im Blog, nicht das ihr denkt wir haben irgendwie eine Vorliebe für die Alpen, aber irgendwie finden wir immer wieder Gins aus dieser Gegend und die finden dann eben auch den Weg in unseren Blog. Der Vienna Cowling kommt wie der Name schon sagt aus Wien, der Hauptstadt Österreichs. Die Geschichte des Gins hat uns auf diesen aufmerksam werden lassen, wie wir auch hat der Schöpfer des Gins eine Vorliebe für Gin und wollte einfach seinen eigenen Zaubertrank haben. Aber warum die Kuh? Auf der Homepage wird das kurz angeschnitten, der Gin entsteht im Familienbetrieb, der Papa destilliert und füllt ab, etikettiert wird von der Tochter, die eben auch das Logo erfand. Eine Kuh frisst eben am liebsten nur die besten und leckersten Kräuter. Die Flasche ist schnell geöffnet und es kommt einem ein wunderschöner Lavendelduft entgegen, das riecht irgendwie nach Urlaub und etwas Süßes steigt in die Nase. Also ab ins Glas damit er etwas abkühlt und dann nochmal riechen. Am Geruch ändert sich nicht viel, Lavendel und etwas Süßes, könnte die Himbeere sein die mit drin ist.

Vienna Cowling und Thomas Henry
Der Vienna Cowling Gin aus Wien mit Schlüsselanhänger und Thomas Henry.

Auf der Homepage wird zwar empfohlen das pur zu trinken, aber wir finden pur ist das für uns nichts. Nicht dass es jetzt schlecht schmeckt aber für unseren Geschmack ist das zu viel Lavendel und auch der Wacholder ist hier sehr dominant. Es gibt mit Sicherheit Leute die sich Vogelspinnen halten und auch diesen Gin pur mögen, wir allerdings nicht. Die Himbeere, den Zitronenthymian und die Orangenblüten schmecken wir pur nicht raus. Aber wir bilden uns ein das wir die Himbeere und die Pfefferminze raus schmecken. Wir sind uns sogar richtig sicher die Pfefferminze raus zu schmecken. Irgendwie stellen wir uns eine Kuh vor, auf einem Feld nahe Wien, die gemütlich über jenes Feld läuft, sich freut das kleine Kinder sich freuen, dass sie eine Kuh sehen und die Kuh genüsslich Pfefferminze, Himbeeren und Zitronenthymian isst. Die Vorstellung ist uns lieber als der Gedanke sich morgens eine aromatisierte Milch in den Kaffee zu geben. Zurück zum Gin, denn ebenfalls auf der Homepage wird empfohlen den Gin mit einem Mediterranen Tonic zu trinken, aber wer wären wir, wenn wir uns an alles halten das man uns vorschreibt? Wir bleiben natürlich beim Standard von uns und nehmen das Thomas Henry und brauchen eine Weile zu verstehen was wir da gerade trinken. Vielleicht sitzen wir so erstarrt da wie der Hase vor der Schlange, oder wir wissen einfach nicht ob wir diese Lavendeldominanz gut finden oder nicht. Die Empfehlung eines mediterranen Tonics passt da schon ganz gut, man darf nicht gegen den Lavendel vorgehen man muss ihn dazu bringen mit etwas anderem zu harmonieren.

Der Gin ist auf jeden Fall etwas Ausgefallenes, kam uns so bisher noch nicht unter und hat bestimmt eine große Fangemeinde auch zu recht. Alleine die Hingabe die in dem Gin steckt ist aller Ehren wert.

Immer diese Trilogie Teil 3 „Ein Gin in 5 Ecken“

In „Wacholdersburgh“ ist die Sonne untergangen, die 2 Helden Whugga und Don blicken über die Schulter noch einmal kurz zurück und erblicken die Überreste des Empires, das getrunken wurde und des Saxgin. Die Zunge noch leicht pelzig wissen die Beiden, dass es bald zum Ende kommt und die Kräfte gebündelt werden müssen. Es könnte magisch werden, denn nun steht der 5 Corners Gin auf dem Tisch. Noch wissen wir nicht ob dieser Freund oder Feind ist. Noch ist die Zunge etwas zu pelzig vom Sax Gin und die Erinnerungen noch frisch. Wir setzen uns an den Tisch und betrachten mit Adleraugen den Neuen in unserer Mitte.

Wir können immer noch kein kroatisch, Menno, aber wir wissen, dass der Gin aus dem Hause Nimco kommt und einer der wenigen Gins ist, der die Farbe wechseln kann. Warum kann, dazu später mehr. Von blau zu rosa, heißt es, ändert sich die Farbe, wenn Zitrone oder Tonic dazu kommt. Also betrachten wir nun mit unsern Gin Scannern, die uns „Gurkman“ geliehen hat, den 5 Corners. Die Flasche sieht schön aus, setzt sich etwas ab von anderen Ginflaschen, aber wer weiß ob das nicht eine List ist. Wir glauben, das unsere Flasche kaputt ist, wirklich arg blau wirkt er nicht mehr. Auf Englisch steht auf der Flasche „Dunkel lagern“, also haben wir die Schwachstelle schon ausgemacht.

Wir riechen am 5-eckigen und finden, das haben wir schon mal gerochen, blumig riecht er und er kommt uns bekannt vor, aber wir können es nicht richtig zuordnen. Wir zögern nicht lange und wollen wissen, wie sich unser neuer Held oder Bösewicht heute gibt. Die leichte blaue Farbe, die in der Flasche noch sichtbar ist geht im Glas verloren, auch der Duft nimmt ab, riecht nicht mehr so blumig wie vorher und wir fragen uns ob er seine Tarnung fallen lässt? Da der Gin nun mit Eis in Kontakt gekommen ist und etwas runtergekühlt ist nutzen wir die Gelegenheit zum ersten Geschmackstest. Sicherheitshalber hält sich „Gurkman“ und „Z-trone“ etwas versteckt neben uns auf, um im Fall der Fälle eingreifen zu können. Das blumige, das wir bisher riechen konnten, ist weg, hat uns der 5-Corner also hinter das blaue Licht geführt? Eine leichte Schärfe nehmen wir im Mund war die schnell vergeht und sich gut trinken lässt.

5 Corners und Thomas Henry
Der 5 Corner Gin aus Kroatien und das Tonic Water von Thomas Herny

Wir sind überrascht, der 5 Corners kommt nicht um sich wegen dem Sax Gin zu rächen, sondern bedauert das er zu spät dran war um uns vor ihm zu warnen. „Gurkman“ und „Z-trone“ verlassen erleichtert ihre Verstecke und lassen uns mit unserem neuen Freund allein. Da kommt aber schon der Henry Thomas und ist ganz gespannt auf den neuem im Bunde. Der blaue Gin, der bei uns nicht mehr wirklich blau ist, sollte nun durch den hohen Anteil an Butterblume seine Farbe wechseln. Blau sollte zu rosa werden und sind wir mal ehrlich, rosa als Bösewicht? Sowas kann es nur in einer schlechten Fortsetzung von einer schlechten Filmreihe geben und würde dann ungefähr „Meine Frau, ihr Superheld und der rosa Bösewicht“ heißen. Dabei ist jedem sofort bewusst, dass man diesen Film nicht schauen muss und die nächsten 16 Fortsetzungen davon genau so wenig. Also wir kippen das Thomas Henry dazu und siehe da, ein leichter Farbwechsel ist zu erkennen, mehr aber nicht. Da musste unser Freund wohl schon sehr arg leiden und hat viel Licht abbekommen, gut das er nun in guten Händen ist und sich geborgen fühlen kann. So ähnlich hat sich bestimmt auch Batman in Teil 3 gefühlt, als er beschlossen hat nicht mehr als Batman aufzutauchen.

Die Kombination macht was her, es tritt eine leichte Süße durch, die sehr angenehm zu trinken ist, so erfrischend das man im Sommer problemlos abends 5 davon trinken könnte, für jede Ecke eben einen. Auch im Mund und im Nachgang bleibt diese leichte Süße bestehen und schmeckt uns richtig gut.

Wer die Trilogie verfolgt kennt unseren Gewinner, der 5-Corners war der angenehmste und leckerste Gin dieses Ausfluges nach Kroatien, gefolgt vom

Empire, der auch noch dank Gurke gut trinkbar ist, der Saxgin, naja, will jemand eine angefangene Flasche Saxgin? Wobei nein, das können wir keinem antun.

3 Gins aus Kroatien
Saxgin, Empire Gin und 5 Corners Gin aus Kroatien

Vielen Dank an Tiho, dem edlen Spender, der die 3 Hauptdarsteller aus Kroatien mitgebracht hat und für das Tasting zur Verfügung gestellt hat, Ginseidank haben wir dich kennen gelernt.

Immer wieder diese Trilogie Teil 2 „Für eine Handvoll Geschmack“

Ihr wisst alle noch was im ersten Teil passiert ist? Der Gin Tonic schmeckte uns erst als „Gurkman“ sein Cape ablegte und mit dazu kam. Der Ort des Geschehens ist der gleiche, immer noch sind wir in der fiktiven Stadt Wacholdisburgh, es ist Herbst und die Luft wird kälter. Seit dem das Empire getrunken wurde ist nicht mal viel Zeit vergangen aber dennoch müssen sich unsere Helden einem neuen Abenteuer stellen. Denn bereits am Horizont steht er, in der 1-Liter Flasche und leicht rot schimmernd, was ehrlich gesagt sehr cool aussieht, der Sax Gin. Aus Kroatien, woher denn auch sonst bei deiner dreier Reihe über Gin aus Kroatien und auch hier, keine Ahnung was auf dem Etikett steht, kann das mal bitte einer übersetzen? Dazu später aber noch mehr. Allerdings können wir jetzt schon sagen das wir mit „The Good, the Bad and the Ugly“ nicht mal so falsch lagen. Aber lest selbst.

Der Gin kommt aus dem Hause Badel, der so krasse Sachen macht wie Kruskovac, was das ist, wissen wir nicht haben wir nie getrunken aber das wurde uns erzählt von einem der das wissen muss! Nun aber genug wie riecht der? Wir können uns nicht entscheiden ob er nach schlechtem Alkohol riecht oder Süß? Wir riechen nochmal dran und stellen fest, wir können uns nicht entscheiden ob schlechter Alkohol oder Süß! Wenn das schlechter Alkohol ist dann ist das ganz einfach dann endet der zweite Teil hier. Aber wir entscheiden uns für das Süße sonst wäre das ja langweilig. Also woher der süßliche Duft kommt wissen wir nicht, wir glauben zu meinen das wir einen Zitrusduft wahrnehmen.  Aber wir dachten auch es wäre total cool einen Ginblog zu machen. Wir schenken den Sax Gin, der Name klingt schon cool, pur ins Glas und siehe da, das riecht neutraler. Es riecht nichtmehr so nach schlechtem Alkohol oder gar so süß. Auch der Zitrusduft geht etwas verloren, dafür kommen keine neuen Gerüche dazu. Immerhin riecht es nicht nach einem Bösewicht aus dem Wilden Westen, der seit Wochen nicht mehr gebadet hat, das bleibt uns also erspart.

Saxgin und Thomas Henry
Der Saxgin aus Kroatien und Thomas Herny Tonic Water

Wir warten einen kurzen Moment, schauen uns den Gegner genau an, überlegen was seine nächsten Schritte sein könnten und schlagen dann aus dem Hinterhalt eiskalt zu. Eiskalt ihr versteht? Nun also los, kalt aus dem Glas schmeckt der Gin plötzlich etwas gewöhnungsbedürftig, wir sind etwas naja negativ überrascht. Sehr wacholderlastig und irgendwie kommt der Gedanke auf, dass der Gin doch nicht süßlich riecht.  Wir wollen uns aus diesem Grund auch gar nicht länger damit befassen, wir schmecken auch nichts raus das wir erkennen. Ob sich der Zitrusduft, den wir vermuteten wahrgenommen zu haben, bestätigt wissen wir nicht, weil, naja ihr wisst warum. Wir ziehen weiter, den Hut tief ins Gesicht gezogen, den Mantel um und den Holster tief an der Hüfte hängen. Es ist still, sehr still, nicht mal die Grillen zirpen, was auch besser ist, nerven eh nur.

Da steht der kalte Sax Gin im Glas und wir kennen nun keine Gnade mehr, wir zeigen ihm wer Herr im Haus ist, der Henry Thomas kommt dazu und schüttet sich selbstlos ins Glas dazu. Was ein harter Kerl er ist, kennt keine Angst vor nichts und niemanden. Wir sind gespannt auf die Kombi, setzen an und probieren einen ersten Schluck Sax Gin mit Thomas Henry Tonic. Ginfreunde, ihr müsst stark sein, denn das Tonic Water hat sich umsonst geopfert. Leider, die Mischung ist hart, also hart zu trinken. Dieser Gin gefällt uns nicht und wir stellen fest unser Wohnzimmer ist zu klein für uns 3. Wir bilden uns ein, das umso länger die Kombi Zeit hat zu ziehen umso besser wird sie. Aber das ist ein Trugschluss aber wie es die Helden eben tun nehmen wir allen Mut zusammen trinken das Glas leer, verzerren das Gesicht und verabschieden uns bis zu Teil 3!

Immer diese Souvenirs

Ihr kennt das, ihr seid im Urlaub und wollt euch oder den Lieben zu Hause etwas mitbringen und was ist, das Strandtuch das ihr am Strand gekauft habt wirkt zu Hause einfach nicht mehr so oder ist gar hässlich. Was uns auch schon passiert ist, wir haben uns einen Wein gekauft, den wir im Urlaub immer getrunken haben, dort super lecker, zu Hause dann eher so, naja lassen wir das. Aber das ist uns doch allen schon mal passiert. Werden wir daraus schlauer? Nein, natürlich nicht im nächsten Urlaub wieder was gesehen und mitgenommen, selten schmeckt es gleich oder fast gleich oft denkt man sich das Geld hätte man einfach sparen können. Diesmal, wie auch immer, ist es uns wieder passiert. Allerdings diesmal ganz bewusst und in Hoffnung eines Besseren belehrt zu werden. In einem Supermarkt in Süditalien haben wir 2 Tonics gekauft, die wir nicht kannten aber die Neugierde so groß war, das wir das probieren wollten. Heute sprechen wir ausnahmsweise nicht über Gin, aber über Tonic.

Aus dem fernen Mailand kommt das Tonica di Bergamotto, das kostet in dem Supermarkt 1,09€. Nicht das günstige für die kleine Flasche, aber einen Preis den man schon mal zahlen kann, verglichen mit anderen führenden Tonics ist das absolut in Ordnung. Das Etikett sticht ins Auge und erweckte die Neugierde unserseits. Riecht wie ein Tonic riechen soll, nicht süßer oder bitterer oder stärker als andere, also hier schon mal keine bösen Überraschungen erlebt. Es sieht sogar aus wie Tonic und siehe da es schmeckt auch. Trocken wie ein Tonic nun mal sein darf und dazu noch etwas fruchtig, das mag die Bergamotte sein. Also auch Pur ein tolles Tonic. Nun wie schmeckt das denn als Gin Tonic? Das haben wir uns auch gefragt, also haben wir uns den Granit Gin ausgesucht und mit einen Gin Tonic gemischt. Das Tonic passt wirklich gut dazu und überrascht uns doch, zwar sieht die Flasche toll und professionell aus aber ihr wisst wie sowas ist. Wir können das Tonic besten Gewissens weiterempfehlen.

Acqua Tonica di Bergamotto
Tonica di Bergamotto aus Italien

Beim „Calabria Acqua Tonica“ sind wir skeptisch und zwar sehr. Die Flasche sieht nun mal aus wie sie aussieht, das Etikett auch und der Preis von 0,50€ macht uns eigentlich mehr Angst als Hoffnung. Vom ersten Schluck sind wir sehr überrascht, wir hatten mit dem schlimmsten gerechnet, aber sind positiv überrascht und auch Gott froh das wir noch leben. Das Tonic verhält sich im Mund eher neutral aber hinten raus kommt dann ein angenehmer Geschmack, also eignet sich das Tonic auch zum Pur trinken, warum auch immer man das Pur trinken sollte, aber naja ist ja jedem selbst überlassen.

Dann machen wir nicht lange rum und mischen das wieder mit dem Granit Gin zusammen. Wir hätten das Filmen sollen, weil wir beide nicht damit gerechnet haben das es so schmeckt wie es schmeckte. Wir haben beide die Augen aufgerissen und fast zeitgleich gesagt: „Oha!“ ja das schmeckt! Und zwar so gut das wir uns nochmal 4 Sixpacks davon haben mitbringen lassen. Für ein Tonic das gerade mal 50 Cent kostet, ist das mehr als absolut in Ordnung und wer weiß vielleicht bringen wir das zu einem Gin Tasting mit, zu denen wir eingeladen werden.

Acqua Tonica di Calabria
Acqua Tonica di Calabria

Gin sei Dank war die Neugierde größer als die Vernunft und wir freuen uns 2 neue Tonics gefunden zu haben, die man guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Veni Vidi Bibi

Er Gin und DeSpar Tonic Water

Sind wir mal ehrlich, Latein lernt man für die Schule und nicht fürs Leben oder hat von euch schon mal irgendwo jemanden Latein sprechen hören oder im Restaurant auf Latein bestellt? Früher erzählte man uns, wenn man mal Arzt werden will muss man das lernen, dem ist heute nicht mehr so. Aber Gin sei dank gibt’s ja noch Asterix und Obelix. 90% des Lateins das wir beide können, können wir dank den beiden Galliern. Wir können kein Latein, nur mal so erwähnt, außer halt Sachen wie Veni Vedi Bibi. „Das ist doch Falsch!“ rufen einige von euch jetzt bestimmt, auch mit Recht, aber wer sagt denn, das wir bei einem Gin Blog nicht schreiben dürfen „Ich kam, ich sah, ich trank“? Aber wie zum Teufel kommen wir denn jetzt auf Latein? Weil wir das SPQR um einen Gin erweitern. Senatus, populusque Romanus Tenebitur planta. Das klingt so unheimlich falsch aber auch so lustig. Wie gesagt, wir können kein Latein aber eine große Suchmaschine hat ein Übersetzungstool und das behauptet halt Gin = Tenebitur planta. Planta würde man, glaubt der Don, mit Anlage übersetzen. Aber egal wir lassen das mal stehen oder machen Senatus Populusque Gin Romanus daraus, das klingt schon besser. Ach so das heutige Thema ist „Er Gin“ aus Rom.

Die „Distillerie capitoline“ öffnet offiziell erst knapp in einem Monat die Pforten, dennoch durften wir vorab schon mal den „Er Gin“ (auf deutsch heißt das Der Gin. Er ist römisch) probieren. Damit feiern wir auch eine Premiere, denn der „Er Gin“ ist der erste Old Tom Gin der es in den Blog geschafft hat. Ihr wisst alle was ein Old Tom Gin ist? Während beim London Dry Gin und Dry Gin der Zucker nichts verloren hat, darf bei einem Old Tom Gin nachträglich leicht gesüßt werden. Viele moderne Ginsorten sind Old Tom Gins und lassen hier eben der Kreativität freien Lauf. So eben auch dieser. Ebenfalls Premiere feiert der Johannisbrotbaum Premiere bei uns im Blog, den dieser, also die Frucht oder Samen, die den Weg in den Gin gefunden haben. Des Weiteren sind Kaffernlimette, Zitrone, Rosa Pfeffer, Orange und Wacholer im Gin mitverarbeitet und ein wenig Zucker. Die beiden Macher des Gins sind in Rom ansässig und waren so freundlich uns eine Flasche von Batch Nummer 1 zu geben, dafür ein großes „Grazie Ragazzi“! Nun aber endlich zum Tasting denn alea iactia est.

Beim Nosing fühlen wir uns etwas in unsere Kindheit versetzt, das ganze riecht wie Medizin, wir meinen so wie ein Hustensaft oder irgendwas das es als Tropfen gab. Gibt es das Wort gewürzig? Das würde es nämlich ganz gut beschreiben, gewürzig und süßlich. Pfeffer und Orange sowie die Zitrone, das riechen wir raus.  Nun also Dignus est intrare* und wir Füllen uns etwas ins Glas. Überrascht sind wir von der Farbe, sieht eher aus wie Rum als Gin, oder ein Gin der im Fass gereift wäre und die Farbe angenommen hat. Schön anzusehen aber Nunc est bibendum**! Also heben wir das Glas an und probieren den „Er Gin“ pur und gekühlt. Siehe da, die Süße ist gar nicht so stark wie erwartet und kommt auch nicht im Nachgang so stark durch. Aber man weiß ja Errare humanum est ***. Dieser Medizingeschmack bleibt aber und den bekommen wir erstmal nicht los. Da wir einen Gin aus Italien probieren, trinken wir diesen diesmal mit einem Tonic aus dem italienischen Despar Supermarkt, die Kette gabs hier auch mal und hieß „Spar“. Das Tonic Water ist sehr simpel und einfach kann man aber ganz gut trinken.

Die Mischung ist am Anfang gar nicht unser, aber sowas von überhaupt nicht. Irgendwie fühlt sich das nicht nach Mens sana in corpore sano**** an. Es braucht ein wenig Zeit, erst langsam mischen sich Tonic und Gin zu einem Gin Tonic und es schmeckt, wohl auch am großen Eiswürfel gelegen, langsam besser, wenn das Tonic auch kühler wird. Wir müssen uns eingestehen das diese Kombi nichts für uns ist, es war nicht das richtige Tonic. Wir geben auch zu wir sind keine Fans von diesem Old Tom Gin und sind uns sicher das dieser in Cocktails besser zu Geltung kommt.

Nach Rücksprache mit den Machern stellen wir fest es muss schon ein anderes Tonic sein dafür, also war haben wir durch das Tasting nicht Diem Perdidi *****.

Aber vielleicht kommt ihr mal in den Genuss und habt eine andere Meinung dazu, aber wie sagten schon die alten Römer „Quot capita tot sensus“.

Hier noch die Übersetzung des verwendeten Lateins:

Dignus est intrare – Würdig um einzutreten
Nunc est bibendum – Nun muss getrunken werden
Errare humanum est – Irren ist menschlich
Mens sana in corpore sano – gesunder Geist im gesunden Körper
Diem Perdidi – Ich habe den Tag vertan
Quot capita tot sensus – Viele Köpfe viele Meinungen

Die Diva unter den Gins

Eine Diva ist mittlerweile ja nicht mehr zwingend weiblich, aber das wisst ihr ja bestimmt. Die bekanntesten Diven dürften Mariah Carey oder Madonna sein. Mariah Carey gibt ja nur noch Interviews im Liegen, oder so. Bei den Männern stehen da zum Beispiel, Boy George oder Elton John, ohne davon jemand persönlich zu kennen, können wir uns das ganz gut vorstellen. Für die Sportlichen unter uns sind bekannte Diven der Brasilianer Neymar, Cristiano Ronaldo oder Zlatan Ibrahimovic. Man sagt auch Lewis Hamilton nach, er sei eine Diva.  Mittlerweile finden sich „Diven“, egal ob weiblich oder männlich, auch in unserem Alltag, wobei der Begriff heutzutage breiter gefächert ist wie einst. Im Duden steht bei Diva: „jemand, der durch besondere Empfindlichkeit, durch exzentrische Allüren o. ä. auffällt“ und gerade in Zeiten von Social Media, wo man Aufmerksamkeit nur durch auffallen erreicht, oder durch extreme Coolness oder einfach so gut ist das die Leute auch so auf einen aufmerksam werden. Ob wir Diven sind? Nein, also Whugga ja ein wenig, aber der Don nicht, wobei manchmal, ja wir sind beim Thema Gin Diven, die Gin Diva, aber sind wir nicht alle ein wenig Gin Diven?

Wir haben beim letzten Tasting einen Gin gefunden auf den der Begriff Gin Diva gut passt. Wir erklären euch auch sehr gerne warum, aber zuerst stellen wir euch den Marconi 46 vor. Der Marconi 46 kommt aus dem Hause Poli, die nicht nur in Italien für Ihre Produkte, vor allem aber für Ihren Grappa bekannt sind. Da wundert es nicht, dass sich die Familie Poli dachte auch einen Gin auf den Markt zu bringen, in den typischen Flaschen und eben mit dem typischen qualitativen Merkmal. Im Gin wurden Muskat-Trauben, Kardamon, Minze, Koriander, Kiefer und Zirbelkiefer verarbeitet. Die Italiener habens ein wenig mit der Zirbelkiefer, denn auch im Z44 kommt diese vor und verleiht ihm den typischen Z44 Geschmack.

Marconi 46 Gin
Marconi 46 aus dem Hause Poli. Marconi 46 GIn

Wie riecht und wie schmeckt die Gin Diva? Am dünnen Flaschenhals gerochen, riecht das ganze sehr interessant, ein fruchtiger und blumiger Geschmack steigt in die Nase. Aber wir hätten keine der Zutaten gerochen. Aus dem Glas riecht er übrigens genau so, was ja nicht immer der Fall ist. Beim puren Test brauchen wir eine Weile und merken dann, das schmeckt ein wenig nach Muskatnuss. Naja es war nicht Muskatnuss, aber die Muskat-Traube. Auf verschiedenen Verkaufsseiten steht, das gerade diese Muskat-Traube den Gin „traubig“ macht, ob nun „traubig“ oder nicht, pur und auf Eis schmeckt der Gin richtig gut. Also gerne als „Shot“ trinken oder einfach mal wenn man kein Tonic möchte, sondern den Gin in seiner reinen Form trinken will, ist der Marconi eine gute Wahl.

Wieso schreiben wir hier von der Gin Diva, die Erklärung sind wir noch schuldig, aber die Geschichte ist auch schnell erzählt. Vor lauter Minze, Kiefer und Muskat dachten wir uns mit dem Hibiskus Tonic Water von Schweppes eine gute Wahl getroffen zu haben. Wobei wir zuerst annahmen, dass diese Hibiskus Tonic Water sehr süß wäre, das ist es gar nicht, es trinkt sich sogar ganz angenehm. Allerdings ist es die Kombi aus Marconi 46 (ob die Familie Poli Valentino Rossi Fan ist und deswegen die 46 am Namen steht?) und Hibiskus Tonic Water nicht unsers, das ganze schmeckt künstlich und hinterlässt eine pelzige Zunge, da kommt die Zirbelkiefer raus, die gerne mal so Effekte hervorruft.

Wir wollen das nicht auf uns sitzen lassen und greifen zu unserem Standard Tonic fürs Tasting, dem Thomas Henry Tonic Water, aber auch damit schmeckt der Gin Tonic uns nicht wirklich. So glauben wir das der Gin gar nicht als Gin Tonic getrunken werden will. Er lässt sich nicht elegant von einem Tonic begleiten und gönnt niemand außer sich selbst die volle Aufmerksamkeit. Aber Ginseidank ist der Gin pur so gut, dass man dieser auch alleine trinken kann, mit Eis, Eis geht!