Ein Haus, eine Kuh und einen Gin

Wir könnten jetzt hier eine Grundsatzdiskussion lostreten, wir müssten nur Fragen welches ist das beste Haustier. Wir sind sicher über die Hälfte unserer Leser, die übrigens die besten Leser der Welt sind, kämen mit Hund oder Katze an. Aber, das wollen wir nicht, wir wollen nicht das hier ein Streit ausbricht darüber welche Haustiere die besten sind. Halten wir uns an Pipi Langstrumpf, die hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen da zum Fenster raus. Und jetzt mal ehrlich, wer hat gerade nicht auch die Melodie im Kopf? Ein Pferd und einen Affen als Haustier, das ist mal was Extravagantes. Wir haben einen Kumpel, der hat eine Schlange daheim. Schönes Tier, sehr schönes Tier aber halt eher zum Anschauen. Das einer von uns Schildkröten hat, wisst ihr, wenn ihr uns auf Instagram folgt, da waren die beiden, die übrigens Sun und Shine heißen, schon mal zu sehen. Ein guter Kumpel von uns hatte mal Hühner als Haustiere, denen ging es echt gut bei ihm bis halt der Marder kam, aber sonst hatten die ein tolles Leben. Aber ansonsten kennen wir kaum Leute die irgendwie Haustiere haben, die nicht Hund, Katze oder Fische sind. Eine Kuh wäre doch mal was, oder nicht? Eine Kuh die Milch gibt, glücklich ist und das Logo des eigenen Gins inspiriert, wie beim Gin um den es heute hier Geht, den Vienna Cowling Gin.

Nach dem Lechtal Kramat und dem Funky Pump ein weiterer Österreicher bei uns im Blog, nicht das ihr denkt wir haben irgendwie eine Vorliebe für die Alpen, aber irgendwie finden wir immer wieder Gins aus dieser Gegend und die finden dann eben auch den Weg in unseren Blog. Der Vienna Cowling kommt wie der Name schon sagt aus Wien, der Hauptstadt Österreichs. Die Geschichte des Gins hat uns auf diesen aufmerksam werden lassen, wie wir auch hat der Schöpfer des Gins eine Vorliebe für Gin und wollte einfach seinen eigenen Zaubertrank haben. Aber warum die Kuh? Auf der Homepage wird das kurz angeschnitten, der Gin entsteht im Familienbetrieb, der Papa destilliert und füllt ab, etikettiert wird von der Tochter, die eben auch das Logo erfand. Eine Kuh frisst eben am liebsten nur die besten und leckersten Kräuter. Die Flasche ist schnell geöffnet und es kommt einem ein wunderschöner Lavendelduft entgegen, das riecht irgendwie nach Urlaub und etwas Süßes steigt in die Nase. Also ab ins Glas damit er etwas abkühlt und dann nochmal riechen. Am Geruch ändert sich nicht viel, Lavendel und etwas Süßes, könnte die Himbeere sein die mit drin ist.

Vienna Cowling und Thomas Henry
Der Vienna Cowling Gin aus Wien mit Schlüsselanhänger und Thomas Henry.

Auf der Homepage wird zwar empfohlen das pur zu trinken, aber wir finden pur ist das für uns nichts. Nicht dass es jetzt schlecht schmeckt aber für unseren Geschmack ist das zu viel Lavendel und auch der Wacholder ist hier sehr dominant. Es gibt mit Sicherheit Leute die sich Vogelspinnen halten und auch diesen Gin pur mögen, wir allerdings nicht. Die Himbeere, den Zitronenthymian und die Orangenblüten schmecken wir pur nicht raus. Aber wir bilden uns ein das wir die Himbeere und die Pfefferminze raus schmecken. Wir sind uns sogar richtig sicher die Pfefferminze raus zu schmecken. Irgendwie stellen wir uns eine Kuh vor, auf einem Feld nahe Wien, die gemütlich über jenes Feld läuft, sich freut das kleine Kinder sich freuen, dass sie eine Kuh sehen und die Kuh genüsslich Pfefferminze, Himbeeren und Zitronenthymian isst. Die Vorstellung ist uns lieber als der Gedanke sich morgens eine aromatisierte Milch in den Kaffee zu geben. Zurück zum Gin, denn ebenfalls auf der Homepage wird empfohlen den Gin mit einem Mediterranen Tonic zu trinken, aber wer wären wir, wenn wir uns an alles halten das man uns vorschreibt? Wir bleiben natürlich beim Standard von uns und nehmen das Thomas Henry und brauchen eine Weile zu verstehen was wir da gerade trinken. Vielleicht sitzen wir so erstarrt da wie der Hase vor der Schlange, oder wir wissen einfach nicht ob wir diese Lavendeldominanz gut finden oder nicht. Die Empfehlung eines mediterranen Tonics passt da schon ganz gut, man darf nicht gegen den Lavendel vorgehen man muss ihn dazu bringen mit etwas anderem zu harmonieren.

Der Gin ist auf jeden Fall etwas Ausgefallenes, kam uns so bisher noch nicht unter und hat bestimmt eine große Fangemeinde auch zu recht. Alleine die Hingabe die in dem Gin steckt ist aller Ehren wert.

Immer wieder diese Trilogie Teil 2 „Für eine Handvoll Geschmack“

Ihr wisst alle noch was im ersten Teil passiert ist? Der Gin Tonic schmeckte uns erst als „Gurkman“ sein Cape ablegte und mit dazu kam. Der Ort des Geschehens ist der gleiche, immer noch sind wir in der fiktiven Stadt Wacholdisburgh, es ist Herbst und die Luft wird kälter. Seit dem das Empire getrunken wurde ist nicht mal viel Zeit vergangen aber dennoch müssen sich unsere Helden einem neuen Abenteuer stellen. Denn bereits am Horizont steht er, in der 1-Liter Flasche und leicht rot schimmernd, was ehrlich gesagt sehr cool aussieht, der Sax Gin. Aus Kroatien, woher denn auch sonst bei deiner dreier Reihe über Gin aus Kroatien und auch hier, keine Ahnung was auf dem Etikett steht, kann das mal bitte einer übersetzen? Dazu später aber noch mehr. Allerdings können wir jetzt schon sagen das wir mit „The Good, the Bad and the Ugly“ nicht mal so falsch lagen. Aber lest selbst.

Der Gin kommt aus dem Hause Badel, der so krasse Sachen macht wie Kruskovac, was das ist, wissen wir nicht haben wir nie getrunken aber das wurde uns erzählt von einem der das wissen muss! Nun aber genug wie riecht der? Wir können uns nicht entscheiden ob er nach schlechtem Alkohol riecht oder Süß? Wir riechen nochmal dran und stellen fest, wir können uns nicht entscheiden ob schlechter Alkohol oder Süß! Wenn das schlechter Alkohol ist dann ist das ganz einfach dann endet der zweite Teil hier. Aber wir entscheiden uns für das Süße sonst wäre das ja langweilig. Also woher der süßliche Duft kommt wissen wir nicht, wir glauben zu meinen das wir einen Zitrusduft wahrnehmen.  Aber wir dachten auch es wäre total cool einen Ginblog zu machen. Wir schenken den Sax Gin, der Name klingt schon cool, pur ins Glas und siehe da, das riecht neutraler. Es riecht nichtmehr so nach schlechtem Alkohol oder gar so süß. Auch der Zitrusduft geht etwas verloren, dafür kommen keine neuen Gerüche dazu. Immerhin riecht es nicht nach einem Bösewicht aus dem Wilden Westen, der seit Wochen nicht mehr gebadet hat, das bleibt uns also erspart.

Saxgin und Thomas Henry
Der Saxgin aus Kroatien und Thomas Herny Tonic Water

Wir warten einen kurzen Moment, schauen uns den Gegner genau an, überlegen was seine nächsten Schritte sein könnten und schlagen dann aus dem Hinterhalt eiskalt zu. Eiskalt ihr versteht? Nun also los, kalt aus dem Glas schmeckt der Gin plötzlich etwas gewöhnungsbedürftig, wir sind etwas naja negativ überrascht. Sehr wacholderlastig und irgendwie kommt der Gedanke auf, dass der Gin doch nicht süßlich riecht.  Wir wollen uns aus diesem Grund auch gar nicht länger damit befassen, wir schmecken auch nichts raus das wir erkennen. Ob sich der Zitrusduft, den wir vermuteten wahrgenommen zu haben, bestätigt wissen wir nicht, weil, naja ihr wisst warum. Wir ziehen weiter, den Hut tief ins Gesicht gezogen, den Mantel um und den Holster tief an der Hüfte hängen. Es ist still, sehr still, nicht mal die Grillen zirpen, was auch besser ist, nerven eh nur.

Da steht der kalte Sax Gin im Glas und wir kennen nun keine Gnade mehr, wir zeigen ihm wer Herr im Haus ist, der Henry Thomas kommt dazu und schüttet sich selbstlos ins Glas dazu. Was ein harter Kerl er ist, kennt keine Angst vor nichts und niemanden. Wir sind gespannt auf die Kombi, setzen an und probieren einen ersten Schluck Sax Gin mit Thomas Henry Tonic. Ginfreunde, ihr müsst stark sein, denn das Tonic Water hat sich umsonst geopfert. Leider, die Mischung ist hart, also hart zu trinken. Dieser Gin gefällt uns nicht und wir stellen fest unser Wohnzimmer ist zu klein für uns 3. Wir bilden uns ein, das umso länger die Kombi Zeit hat zu ziehen umso besser wird sie. Aber das ist ein Trugschluss aber wie es die Helden eben tun nehmen wir allen Mut zusammen trinken das Glas leer, verzerren das Gesicht und verabschieden uns bis zu Teil 3!