Ein Haus, eine Kuh und einen Gin

Wir könnten jetzt hier eine Grundsatzdiskussion lostreten, wir müssten nur Fragen welches ist das beste Haustier. Wir sind sicher über die Hälfte unserer Leser, die übrigens die besten Leser der Welt sind, kämen mit Hund oder Katze an. Aber, das wollen wir nicht, wir wollen nicht das hier ein Streit ausbricht darüber welche Haustiere die besten sind. Halten wir uns an Pipi Langstrumpf, die hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen da zum Fenster raus. Und jetzt mal ehrlich, wer hat gerade nicht auch die Melodie im Kopf? Ein Pferd und einen Affen als Haustier, das ist mal was Extravagantes. Wir haben einen Kumpel, der hat eine Schlange daheim. Schönes Tier, sehr schönes Tier aber halt eher zum Anschauen. Das einer von uns Schildkröten hat, wisst ihr, wenn ihr uns auf Instagram folgt, da waren die beiden, die übrigens Sun und Shine heißen, schon mal zu sehen. Ein guter Kumpel von uns hatte mal Hühner als Haustiere, denen ging es echt gut bei ihm bis halt der Marder kam, aber sonst hatten die ein tolles Leben. Aber ansonsten kennen wir kaum Leute die irgendwie Haustiere haben, die nicht Hund, Katze oder Fische sind. Eine Kuh wäre doch mal was, oder nicht? Eine Kuh die Milch gibt, glücklich ist und das Logo des eigenen Gins inspiriert, wie beim Gin um den es heute hier Geht, den Vienna Cowling Gin.

Nach dem Lechtal Kramat und dem Funky Pump ein weiterer Österreicher bei uns im Blog, nicht das ihr denkt wir haben irgendwie eine Vorliebe für die Alpen, aber irgendwie finden wir immer wieder Gins aus dieser Gegend und die finden dann eben auch den Weg in unseren Blog. Der Vienna Cowling kommt wie der Name schon sagt aus Wien, der Hauptstadt Österreichs. Die Geschichte des Gins hat uns auf diesen aufmerksam werden lassen, wie wir auch hat der Schöpfer des Gins eine Vorliebe für Gin und wollte einfach seinen eigenen Zaubertrank haben. Aber warum die Kuh? Auf der Homepage wird das kurz angeschnitten, der Gin entsteht im Familienbetrieb, der Papa destilliert und füllt ab, etikettiert wird von der Tochter, die eben auch das Logo erfand. Eine Kuh frisst eben am liebsten nur die besten und leckersten Kräuter. Die Flasche ist schnell geöffnet und es kommt einem ein wunderschöner Lavendelduft entgegen, das riecht irgendwie nach Urlaub und etwas Süßes steigt in die Nase. Also ab ins Glas damit er etwas abkühlt und dann nochmal riechen. Am Geruch ändert sich nicht viel, Lavendel und etwas Süßes, könnte die Himbeere sein die mit drin ist.

Vienna Cowling und Thomas Henry
Der Vienna Cowling Gin aus Wien mit Schlüsselanhänger und Thomas Henry.

Auf der Homepage wird zwar empfohlen das pur zu trinken, aber wir finden pur ist das für uns nichts. Nicht dass es jetzt schlecht schmeckt aber für unseren Geschmack ist das zu viel Lavendel und auch der Wacholder ist hier sehr dominant. Es gibt mit Sicherheit Leute die sich Vogelspinnen halten und auch diesen Gin pur mögen, wir allerdings nicht. Die Himbeere, den Zitronenthymian und die Orangenblüten schmecken wir pur nicht raus. Aber wir bilden uns ein das wir die Himbeere und die Pfefferminze raus schmecken. Wir sind uns sogar richtig sicher die Pfefferminze raus zu schmecken. Irgendwie stellen wir uns eine Kuh vor, auf einem Feld nahe Wien, die gemütlich über jenes Feld läuft, sich freut das kleine Kinder sich freuen, dass sie eine Kuh sehen und die Kuh genüsslich Pfefferminze, Himbeeren und Zitronenthymian isst. Die Vorstellung ist uns lieber als der Gedanke sich morgens eine aromatisierte Milch in den Kaffee zu geben. Zurück zum Gin, denn ebenfalls auf der Homepage wird empfohlen den Gin mit einem Mediterranen Tonic zu trinken, aber wer wären wir, wenn wir uns an alles halten das man uns vorschreibt? Wir bleiben natürlich beim Standard von uns und nehmen das Thomas Henry und brauchen eine Weile zu verstehen was wir da gerade trinken. Vielleicht sitzen wir so erstarrt da wie der Hase vor der Schlange, oder wir wissen einfach nicht ob wir diese Lavendeldominanz gut finden oder nicht. Die Empfehlung eines mediterranen Tonics passt da schon ganz gut, man darf nicht gegen den Lavendel vorgehen man muss ihn dazu bringen mit etwas anderem zu harmonieren.

Der Gin ist auf jeden Fall etwas Ausgefallenes, kam uns so bisher noch nicht unter und hat bestimmt eine große Fangemeinde auch zu recht. Alleine die Hingabe die in dem Gin steckt ist aller Ehren wert.

Immer wieder diese Trilogie Teil 1 „The Empire has been drunk“

Ja, ihr müsst jetzt Angst haben, wir haben es auch getan. Wir nehmen uns ein schlechtes Beispiel an Filmen wie „Matrix“ oder den 3 „Star Wars“ Teilen aus den Anfängen der 00er Jahre. Gerne auch „Twilight“ oder schlechte Mehrteiler wie „Scary Movie“. Wir machen einen 3 Teiler und ohne zu stark zu spoilern, können wir euch versprechen, es wird um Gin gehen, aber es ist nicht geplant mehrere Trilogien zu veröffentlichen. Ihr kennt das ja selbst, ihr sitzt da und fragt euch, musste eine Fortsetzung oder gar ein dritter Teil wirklich sein? Schlimmer wird’s ja wenns dann wie bei „American Pie“ irgendwann die fünfte oder sechste Fortsetzung gibt und die Fortsetzung mit dem Original eigentlich garnichts mehr zu tun hat. Da gibt’s ja 8 Filme, wobei Teil IV bis VII nichts mit den ersten 3 nichts am Hut haben und erst der 8. Teil wieder in Originalbesetzung (oder zumindest fast komplett) wieder gedreht wurde. Nein liebe Leserinnen und Leser so etwas wollen wir nicht machen. Warum aber denn nun eigentlich eine Trilogie? Ganz einfach, wir haben doch mal auf unseren Social Media Kanälen die drei Gins aus Kroatien gepostet und der edle Spender meinte, es wäre mega wenn wir da eine Trilogie daraus machen würden. Also gesagt getan!  Ladies and Gentleman we proudly present: “Empire Gin, Sax Gin and 5 Corners Gin“ oder vielleicht auch „The good, the bad and the Ugly“. Wir sind auf das Trio gespannt und erzählen in einem spannenden 3teiler (hoffentlich auch leckerem) wie wir die 3 Gins so finden wie sie uns schmecken und, ach ihr kennt das ja.

Maraska Empire Gin
Der Empire Gin aus dem Maraska Haus aus Kroatien und das Thomas Herny Tonic Water

Die drei Flaschen stehen auf dem Tisch und wir überlegen mit welchem wir beginnen wollen, die Wahl fällt auf den „Empire Gin“. Dieser kommt aus dem Hause Maraska, das bekannt für seine Brände und Schnäpse ist. Uns beiden ist keiner davon bekannt, aber wir sind jetzt auch nicht so die Schnapstrinker. Ob die Firma so heißt, weil sie damals mit Maraska Kirschen den ersten Schnaps gebrannt haben wissen wir nicht.

Die 1-Liter Flasche sieht aber schon mal schön aus und wir wollen nicht lange warten mit dem Öffnen der Flasche. Dafür das der Gin nur 37,5 Prozent an Alkohol hat riecht das ganz schön hart was da raus kommt. Wir kippen den Gin ins Glas in dem die Eiswürfel schon warten. Wenn der Gin mal kalt und pur im Glas auf sein glückliches Ende wartet, riecht dieser auf einmal gar nicht mehr so hart. Irgendwie ist das auch wie im Film, wenn man genau weiß der Held tut jetzt nur so als würde er sich geschlagen geben, er hat noch ein Ass im Ärmel. Oder der Bösewicht hatte eingeplant gefasst zu werden. Hauptsache die Handlung künstlich rauszögern. Wir sind da anders! Ja wir bringen Fakten auf den Tisch und ins Glas und dabei spielt es überhaupt keine Rolle was für ein Glas das ist oder was für Gin da drin ist. Nein wir sind da total straight unterwegs und reden nicht unnütz um den heißen Brei herum. Also der Gin schmeckt, wenn er kalt ist und pur, ganz schön hart. Die volle Wucht Wacholder trifft einen ins Gesicht wie Batman seine Gegner! Was noch mit im Gin ist, schmecken wir nicht. Ehrlich nicht. Da von uns keiner kroatisch kann, können wir auch nicht sagen was der Hersteller auf die Flasche schreibt und im Internet finden wir dazu auch nichts auf deutsch, englisch oder italienisch.

Wir greifen zur Flasche und schütten das Thomas Henry Tonic dazu und probieren das nun als Gin Tonic. Wir müssen ehrlich zugeben am Anfang überzeugt uns das nicht und die Zunge wird ein wenig pelzig. Wir möchten uns damit nicht zufriedengeben. Irgendwie muss da doch was gehen. Nach kurzer Überlegung sind wir uns einig! Der unerwartete Held, der aus dem nichts kommt oder der Gehilfe, der schon für Tod erachtet wurde braucht ein Comeback. Und siehe da am Horizont erkennen wir die Umrisse von „Gurkman“ in einem grünen Gewand und mit dunkelgrünem Cape, das er für diesen Einsatz ablegt, steht er da und eilt uns zur Hilfe. Dieser Gin darf nicht alleine mit Tonic dastehen und so kommt die Gurke zum Einsatz und macht diese Kombi viel angenehmer zu trinken. Ginseidank gibt es hier einen Sidekick. Wie es sich für eine richtige Trilogie gehört kommt das richtige Ende ganz zum Schluss.

Beschützer der Heiligtümer

Städtetrips sind beliebt und wir finden jeder sollte welche machen. Egal ob Berlin, Rom, Madrid, London oder Kastelruth, in jedem Ort gibt es schönes zu sehen und zu entdecken. Egal ob eine tolle Sehenswürdigkeit, eine Szene Bar oder einfach das Leben in der Stadt jeder findet etwas anderes was ihm gefällt. Einst in Berlin sind wir extra in die Sonnenallee gefahren, wegen dem Buch damals, etwas enttäuscht sind wir wieder von dannen gezogen. Erst Wochen später haben wir festgestellt das wir einfach in die falsche Richtung gelaufen sind, aber egal. In London waren wir noch nicht, sollten wir aber dringend nachholen und da müssen wir dann nach Kensington. Natürlich werden wir nach der Audienz im Buckingham Palast, dem Besuch der Bakerstreet 221b und einer Runde mit dem London Eye nach Kensington gehen. Warum Kensington und warum erzählen wir euch auf einem Gin Blog von Städtereisen? Ganz einfach, in Kensington gibt es das Besucherzentrum des Beefeater Gins, dem Gin den wir den heutigen Eintrag widmen wollen.

Der Beefeater in der limited Edition, erkennt man schon an der Flasche, der Union Jack ziert diese, natürlich mit dem Namensgeber drauf dem Beefeater. Das sind die Wachen des Towers, also die Personen die aufpassen das niemand die Kronjuwelen stiehlt, anschauen geht, aber anfassen ist nicht. Nun zum Gin und zur ersten schlechten Nachricht, das Nosing fällt aus. Wir können keinen richtigen Geruchstest machen, da der Flaschenhals nicht offen ist sondern so eine Art Ausschenker, der mit einer Kugel versehen ist den Weg versperrt. Soll vielleicht davor schützen das Betrunkene nicht zu viel davon trinken oder man will dem Gin viel Zeit geben beim Einschenken, wir wissen es nicht. Das was wir riechen können wir nicht richtig fassen, daher verzichten wir auf das Flaschen Nosing. Im Glas ist das anders, man merkt woher der Beefeater kommt, man riecht praktisch seine britische Herkunft. Er riecht stark und kräftig. Wahrscheinlich haben wir uns früher genauso den Urgin vorgestellt. Man schmeckt den Wacholder, die Koriandernote aber auch die Zitronenschale. Wir haben einen Geschmack im Mund den wir nicht sofort zuordnen können, aber wer kommt denn bitte auch sofort auf Süßholz? Doch neben Süßholz ist die Angelikawurzel und Samen und Bitterorangenschale mit bei. Allerdings sind unsere Gaumen zu ungeübt um das wirklich raus zu schmecken. Darum mussten wir das selbst nachlesen.

Beefeater Gin und East Imperial Tonic
Die Sonderedition vom Beefeater Gin mit East Imperial Tonic
Flasche im Glas
Thomas Henry Cherry Blossom im Beefeater Gin

Da der Whugga nicht auf diese Art Gin steht einigen wir uns darauf das wir mit 2 verschiedenen Tonics arbeiten um den Gin Tonic zu machen. Also arbeitet der Whugga mit dem Cherry Blossom von Thomas Henry, genau dem vom Jinzu Tasting und das dann wie Hubba Bubba geschmeckt hat. Diesmal verzichten wir beim Cherry Blossom auf den puren Geschmackstest. Doch wir sind überrascht von der Kombination, war das letztes Mal sehr süß, sehr künstlich, fühlen wir uns gerade wie Kindergarten-/Vorschulkinder, denn die Mischung schmeckt wie eine Capri Sonne. Eine Capri Sonne für Erwachsene und jetzt mal Hand aufs Herz, ihr würdet jetzt auch eine Capri Sonne trinken wenn ihr eine hättet. Das könnten wir den ganzen Abend trinken, was schade für den Gin wäre, denn er geht schon stark unter in der Kombi. Der Gedanke betrunken zu sein von einer Capri Sonne bringt uns sehr zum Lachen.

Der Don entscheidet sich für das East Imperial Tonic Water, diesmal nicht das Old World sondern das normale mit dem roten Etikett. Bei der Verköstigung fällt auf, dass das Tonic Water sehr angenehm ist, weder die Limetten noch das Zitronengras kommen arg raus. Interessant ist die Kombi, denn weder Gin noch das Tonic stechen arg heraus, eher heben Sie sich gegenseitig auf. Wahrscheinlich streiten die beiden insgeheim im Glas miteinander, aber beide sind zu sehr Gentleman und einigen sich auf ein Unentschieden. Was schade ist, denn die Kombi überzeugt nicht wirklich wobei beide Getränke für sich allein sehr gut sind.

Ginseidank hat die Queen so gutes Personal und wir einen tollen Gin.

In Gin, um Gin und um Gin herum

O.N Dry Gin

Als wir vor etwas mehr als einem Jahr beschlossen einen Gin Blog zu machen war uns eins sofort klar, der Blog wird cool und wird auf gar keinen Fall ein Wortspiel im Namen beinhalten. So Sachen wie „Nach uns die Ginflut“ oder „Das macht ja Gin“ waren sofort raus. Oder auch „Let there be Gin“ oder „It´s Gin O’Clock“ nein sowas wollten wir nicht und Gin sei Dank haben wir uns dran gehalten. Wäre ja nicht zu ertragen sowas.

Aber lasst uns nun mit den billigen Wortspielen aufhören und mit dem richtigen Thema beGINnen. Der Feller Gin aus der Nähe von Ulm, besser gesagt aus Regglisweiler, von dem der Whugga zwar schon gehört hat, aber der Don noch nicht. Darum eben aus der Nähe von Ulm, der Gin heißt offiziell auch Feller Dry Gin O.N, warum O.N haben wir auf die Schnelle nicht rausgefunden, aber wir stören uns nicht länger daran. Was wir aber herausgefunden haben ist das die Familie Feller seit knapp 200 Jahren brennt, nicht nur Gin sondern auch Liköre oder Obstbrände. Beworben wird der Gin damit, dass für diesen Getreide aus der Region genutzt wird, also aus Ulm, um Ulm und um Ulm herum. Neben den obligatorischen Wacholderbeeren kommen Koriander und Blutorangenschale zum Einsatz. Kommen wir jetzt aber lieber mal zum Nosing, den Geruchstest aus der Flasche und dafür das der Gin nur 40% hat riecht das ganz schön stark.

Beim warmen pur Test, also ungekühlt schmecken wir nichts raus, aber haben dieses Brennen im Mund. Wir sollten in Zukunft darauf verzichten und den Gin immer mit Eis testen, bei Einwänden bitte melden. Für uns ist es keine ginvolle Idee das Zeug warm und pur zu testen. Gekühlt riecht der Gin eher blumig, nicht mehr so stark nach Alkohol. Der harte Wacholderschnapsgeruch weicht etwas und so wirkt der Gin gleich freundlicher. Einige Botanicals werden von der Brennerei geheim gehalten, aber wir schmecken raus das Zitrusfrüchte drin sind, das müssen die Blutorangen sein.

Soviel zum Gin an sich, nun muss das noch mit einem Tonic gemischt werden und uns schmecken dann wären wir auch an diesem Abend im GINten Himmel. Wie so oft ist unser Test Tonic das „Thomas Herny Tonic Water“ und ins Glas in dem die Eiswürfel sind und der Gin kommt nun noch das Tonic Water. Und sind wir mal ehrlich, Tonic Water ohne Wacholderschnaps wäre ja Ginlos. Die Mischung ist nun keine, die uns aus den Socken haut, aber sie ist sehr gut trinkbar. Der Gin und das Tonic Water gehen Hand in Hand und laden dazu ein gerne noch zwei oder vier weitere zu trinken. Wir werden eines Tages, dann wenn die Ginflut erstmal gebannt ist und wir sehr viele andere Gins getestet haben, diesen Gin mit einem anderen Tonic testen und vielleicht, so verGINt das auch klingt mit etwas garnieren wie zum Beispiel einer Zitronenspalte. Das wäre eher dann für uns eher der wahre Gin des Lebens.

Gin sei Dank verzichten wir bei unseren Blogs auf Gin Wortspiele und konzentrieren uns nur auf den Gin ganz nach dem Motto „Lange rede, kurzer Gin“.

Domo Arigato

Wir geben zu unser japanisch beschränkt sich auf ein paar Wörter, die man vom Essen und Trinken kennt sowie eben Domo Arigato und Daniel San, wobei das Daniel ja nicht japanisch ist. Apropos Daniel San, der erste Teil Karate Kid ist heute immer noch so gut wie damals und das Remake mit Smith Junior, naja, es zeigt uns das man nicht jeden Film neu auflegen muss. Aber egal, lasst uns über das reden warum ihr hier auf der Seite seid. Gin.

Ihr könnt es euch vielleicht schon denken, der Gin der es heut in den Blog geschafft hat klingt Japanisch, ist er aber nicht. Jinzu, der britische Gin der durch eine Reise durch Japan inspiriert wurde und mit delikaten Kirschblüten, Yuzu-Zitrusfrucht Aromen und einem guten Schuss Sake verfeinert wird. So ist es zumindest nachzulesen und auch wenn wir bis dato nicht wussten was Yuzu-Zitrusfrüchte sind, geschweige denn das diese existieren, freuen wir uns darüber das sie ihren Weg in den Gin gefunden haben. Bevor ihr googlet, Yuzu sehen aus wie schrumpelige Orangen/Zitronen. In echt haben wir noch keine gesehen, aber wir haben auch gegooglet.

Wie immer wird zuerst am Gin in der Flasche gerochen, es kommt uns ein sehr angenehmer Geruch entgegen, nicht beißend, allerdings können wir auch die delikate Kirschblüte oder den Sake nicht rausriechen. Aber wir finden Gefallen an dem Geruch und erhoffen uns einen tollen Gin. Eingeschenkt im Glas verliert sich nicht viel am Geruch und so probieren wir den Gin pur. Er brennt leicht, wirkt aber dennoch sehr angenehm. Wenn man den Gin vorher kühlt oder den Eiswürfeln genug Zeit gibt zu wirken, dann schmeckt der Gin sogar süßlich, ob da die delikaten Kirschblüten endlich zum Tragen kommen? Die restlichen Aromen können wir weiterhin nicht riechen und auch nicht schmecken. Wobei wir uns sicher sind, dass der Sake etwas durchkommt, aber wir haben ewig keinen Sake getrunken und der Don ist sich nicht mal sicher, ob das beim Asiaten jemals echter Sake war den er da bekommen hat.

Wie töricht wir sind merken wir bei der Wahl des Tonics, wir entscheiden uns für das Thomas Henry Cherry Blossom, weil Cherry = Kirsche und das passt ja zur Kirschblüte. Zum Tonic an sich, kennt ihr noch die Hubba Bubba Kaugummis? Geschmacklich kommt das Tonic diesen sehr nahe, es schmeckt eben doch sehr künstlich, sehr süß, sehr krass. Vielleicht mochten wir diesen Geschmack als wir mal 16 waren, aber heute ist das nichts mehr für uns. Heute wo wir ja schon über 17 sind :).

Die Kombination aus Eiswürfeln, Gin Jinzu, der mit den delikaten Kirschblüten und dem Cherry Blossom Tonic ist einfach nur krass. Mega süß und wir sehen uns nicht in der Lage jemals mehr als einen Gin Tonic dieser Kombi an einem Abend zu trinken. Das ist einfach zu süß, für uns zu süß. Es mag mit Sicherheit Menschen geben, die diese Süße mögen und toll finden. Aber wir kommen mit diesem leicht chemisch schmeckenden Hubba Bubba Gedächtnis Geschmack Revival nicht ganz klar.

Aber, wir trinken das und sind dann selbst so mutig das Ganze zu wiederholen, allerdings stehen jetzt die leeren Cherry Blossom Flaschen nur zur Zierde auf dem Tisch und wir testen den Jinzu, den mit den delikaten Kirschblüten mit dem normalen Thomas Henry. Ginseidank ist das, für uns, die bessere Wahl.

Jinzu Gin und Thomas Henry Tonic
Der Gin Jinzu und das Thomas Henry Cherry Blossom Tonic

Eine Ginfahrt die ist lustig

kleine Theke

Wann wart ihr denn das letzte Mal spontan? Heute ist es schwer spontan zu sein, dank Berufsleben und anderen Verpflichtungen ist es schwer was spontan zu machen. Wir geben zu bei uns ist das nicht anders, wir müssen unsere Ginabende auch planen, oft 2 bis 3 Wochen im Voraus.

Daher war ich eigentlich echt froh und auch positiv überrascht das wir es geschafft haben so spontan einen Ausflug nach Südtirol zu machen um uns die Destillerie „Zu Plun“ anzuschauen. Wer unserem Blog folgt, egal ob hier oder Instagram, weiß das wir die Produkte sehr mögen. Egal ob Yellow Gin, der dort hergestellt wird oder der Granatapfel Gin oder der Dol Gin. Nach ein paar Nachrichten war der Termin fix und wir haben uns also an einem Montagmorgen auf den Weg nach Kastelruth gemacht.  Ihr denkt euch vielleicht Kastelruth, das kenn ich doch irgendwo her. Ja genau die Kastelruther Spatzen kommen daher. Aber dazu kommen wir später noch. Montag morgens ist ganz schön viel los auf der Autobahn Richtung Italien. Das ist der Nachteil, wenn man in einem großen Ballungsgebiet wohnt und durch den Pendel- und Arbeitsverkehr muss. Aber irgendwann, nach dem wir von einem Ferrari verheizt wurden, waren wir dann in Österreich. Wir mussten tanken und da passiert das was wir noch nie erlebt haben. Die Zapfsäule macht auf einmal komische Geräusche und der Zapfhahn springt aus dem Tank und der Diesel läuft dem Don über Hose und Schuhe. Danach wurde nur noch geflucht, viel geflucht, nicht jugendfrei geflucht und es hat gestunken, sehr sogar. Die Rettung war aber das Brenner Outlet, dort wurde eine neue Jeans und ein paar geile Sneaker für wenig Geld gekauft und auf einmal war die Stimmung wieder besser und die Welt fast in Ordnung.

 

In Kastelruht angekommen nutzen wir die Zeit um in einem Supermarkt einzukaufen, Brötchen, Mortadella und Käse, schnell noch was leckeres Essen bevor es losging. Dann endlich mit dem Taxi zum Hof der Familie Rabanzer gefahren und dort angekommen wurden wir empfangen wie alte Freunde. Der Florian senior führte uns über seinen Hof und in die Probierstube. Dort durften wir uns quer durch das Sortiment trinken, auch durch ein paar Produkte die Florian für andere herstellt. Wir bekamen so das Privileg den Granatapfel Gin, den Dol Gin, Salz Gin, Giass Gin und ein paar Gins die es noch gar nicht gibt, zu probieren. Wir könnten jetzt über jeden einzelnen Gin viel schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen. Wir haben auch eine Schokomischung bekommen, die verschiedene Aromen des Gins hervorhebt und ehrliche Geschmacksexplosionen im Mund auslöst. Dazu durften wir das eigens für den Dol Gin entwickelte Moutain Tonic Water probieren, von dem wir auch sagen das es perfekt zum Dol Gin passt und als Gin Tonic äußerst gelungen ist. Wir durften auch in die Produktion und aus einem Fass Gin probieren, der noch nicht fertig war, aber eben anfing die Botanicals zu übernehmen.

Nach über 2 Stunden und vielen kleinen Proben verließen wir den Hof, glücklich und mit gestilltem Durst. Zurück im Hotel mussten wir das ganze erst mal sackenlassen, am besten bei einem Abendessen das wirklich gut war, allerdings! Ja da kommen sie wieder, die Spatzen. Die Kastelruther feiern ihre Spatzen und die Musik die sie machen. In vielen Lokalen, im Taxi oder in Bars und Cafés laufen die Kastelruther Spatzen. Für den Don, der mit Schlager nicht viel anfangen kann war das die Höchststrafe. Immerhin war das Dessert super lecker und die Betten sehr bequem.

 

Am Dienstagmorgen führte uns der Weg nach dem Frühstück direkt wieder auf den Hof der Familie Rabanzer, „Ware“ abholen und dann auf eine kleine Reise durch Südtirol. Von Kastelruth, nach Eppan und dann nach Sterzing. Hier waren wir nochmal einkaufen, über Speck, Tonic Water und allem anderen Krimskrams den man halt so zu Hause brauchen kann.

Wir wollen uns nochmal ausdrücklich bei der Familie Rabanzer für die Einladung bedanken, die Gastfreundschaft und all das Wissen das uns mitgegeben wurde. Solltet ihr Wiederverkäufer sein oder ein Unternehmen haben das Alkohol nach Deutschland importieren darf meldet euch doch bitte bei uns, die Familie Rabanzer sucht noch Partner in Deutschland.

 

Ginseidank wird das nicht der letzte Ausflug sein.

Wir leben doch auch alle in einem Yellow Ginmarine

Der Yellow Gin vom Gardasee

Da ist er, der Ohrwurm. Die Beatles waren damals bekannt für ihre Frisur und ihre Musik und viele kennen den Song „Yellow Submarine“ und einige haben jetzt vielleicht auch die Melodie im Ohr. Zum Glück gibt es ja das Internet und so Seiten wie Youtube da kann man sich ja jederzeit das Lied anhören. Ok nun aber zum Gin, da wir ja die Tage in Südtirol zu Gast sind bleiben wir auch beim heutigen Eintrag in Italien und zwar an einem beliebten Urlaubsort, dem Gardasee. Am Gardasee gibt es einen ganz berühmten Ort namens Limone. Limone ist bekannt für seine Zitronen, überall dort riecht es nach Zitronen und an jeder Ecke kann man die kaufen. So wie es in Limone riecht, riecht es auch wenn man die Flasche aufmacht. Ein Schwall Zitrone tritt aus der Flasche und man fühl sich direkt am Gardasee wie im Urlaub. Einmal im Glas geht der dominanten Zitronengeruch etwas verloren, man riecht deutlich noch die gelbe Frucht aber nicht mehr so stark. Nun zum ersten Geschmackstest, dem den wir nicht so gerne machen, aber eben dazu gehört. Ein klein wenig Yellow Gin kommt ins Glas und wird pur getestet, zu unserer Überraschung schmeckt er angenehm und brennt nicht so stark, könnte man also auch als Shot reichen, warum wissen wir auch nicht, aber wir wollten das erwähnt haben. Auch schmeckt man leicht die gelben Limonen aus Limone im Gin und man hat einen vollen runden Geschmack im Mund.

 

Zum Tonic, nach dem wir ein paar Nachrichten bekommen haben wir würden ja nur mit dem Thomas Henry testen waren wir einkaufen und haben uns eine Auswahl an Tonics geholt. So auch das Lichtenauer Tonic Water, das es heute auf den Tisch geschafft hat. Wie wir finden ein solides Tonic Water, nichts Außergewöhnliches aber eben auch mal was anderes. Gibt’s in großen Flaschen und eignet sich damit auch für Abende, wenn es mehr als nur ein Gin Tonic sein darf. So geben wir nun das Tonic Water ins Glas in dem sich bereits zwei Eiswürfel und ein guter Schluck Gin befinden. Auch zusammen mit dem Tonic Water riecht es nicht mehr so stark nach Zitrone aber dennoch schwelgen wir in Gedanken im letzten Urlaub. Nun bricht die Diskussion aus ob eine Scheibe Zitrone, eine Zitronenzeste oder ein anderer Botanical gut dazu passen würde. Wir belassen es bei Tonic und Gin und fahren damit ganz gut. Die Mischung schmeckt nicht langweilig oder zu arg nach Zitrone oder sonst was, wir mögen diese Kombination und entscheiden uns dazu noch einen zu trinken. Das war vielleicht die beste Entscheidung dieses Abends.

Yellow Gin, Lichtenau Tonic,
Das Lichtenauer Tonic Water, dazu der Yellow Gin und die fertige Mischung.
Yellow Gin Panorama
Der Yellow Gin schön in Szene gesetzt in der Hausbar. Im Hintergrund andere Gins.

Wir möchten noch ein paar Zeilen über die Brennerei verlieren die diesen Gin herstellt, Florian Rabanzer, nennt sich der junge Mann und wir sind froh das wir ihn die Tage besuchen dürfen. Der Yellow Gin wird zwar als Gin vom Gardasee bezeichnet, was auch nicht falsch ist, allerdings liegen zwischen der Brennerei und der Heimat der Zitronen knapp 130 Kilometer. Die Brennerei Zu Plun stellt noch weitere Gins her, wir haben die Ehre jeden dieser Gins bei unserem Besuch dort kennen zu lernen und darüber freuen wir uns unheimlich. Ginseidank gibt es heutzutage das Internet, das die Kontaktaufnahme erleichtert und man sich noch einfacher kennen lernen kann.

 

Solltet ihr mal die Möglichkeit haben ein paar Tage Urlaub in Südtirol zu machen, nehmt euch Zeit für eine Führung und probiert egal ob am Gardasee oder sonst wo den Yellow Gin.