Fastelovend

Gin de Cologne Rose

Gin De Cologne Rose

Wir wollen uns direkt entschuldigen, bei allen die dachten es geht hier um den Karneval oder ähnliches, das tut es nicht. Außerdem wollen wir uns jetzt schon entschuldigen bei allen, die dem Kölsche Dialekt oder dem rheinländischen wirklich mächtig sind. Wir geben unser bestes, wir sind nicht Jeck. Keine Angst, wir machen jetzt keine Sprachschule für Dialekte auf, aber es geht wieder los. Die 5. Jahreszeit, der Fasching, der Karneval die Fastnacht, nennt es wie ihr es wollt. Ob ihr den Karneval feiert und wo ist uns auch vollkommen egal. Venedig, Köln, Schwarzwald oder Düsseldorf solange ihr Spaß habt ist alles gut. Wir sind da selbst ja zweigeteilt, während der Don da gerne dabei ist, ist der Whugga eher der Muffel, ob er schlechte Erfahrungen gemacht hat will er nicht verraten. Aber bei ihm hilft auch nicht ein „Stell dich nit esu an.“ Noch eins voraus bevor wir zu dem kommen was wir hier eigentlich immer tun. Wir sind keine Kölsche Jung, kommen aus keinem Veedel und sind auch keine Imi, bitte lieber Kölner seht uns das heute nach. Dann wünschen wir euch das ihr euch während der fünften Jahreszeit nicht zu Uselich fühlt auch nicht jetzt beim Lesen. Aus Köln kommt der Gin de Cologne, heute im Blog die Rose Edition.

Abbass Khatami ist in Köln kein unbekannter, der Marketingexperte betreut die Creme della Creme der Kölner Unternehmen. So kam ihm auch die Idee eines eigenen Gins der zu „Everybodys Darling“ werden soll. In Köln-Ehrenfeld werden aus 12 Botanicals; wie zum Beispiel Zitronen-, Orange- und Limettenschale, Lavendel und Hibiskusblüte und natürlich Wacholder der Gin de Cologne. Für die Rose Version kommen Erdbeere, Himbeere und Blaubeere dazu. Aber jetzt, wie riecht der denn? Unheimlich angenehm! Da simma dabei, dat is prima, dat riecht nach Erdbeere, Himbeere und Blaubeere. Dat kann man also direkt riechen, da haben sich die Macher aus der Stadt met K echt was jedacht. Auch ins Jlas jefüllt riecht der Gin noch jot nach all den Beeren. Eine leichte Note von Zitrusfrucht kommt auch durch, wobei wir finden das die Orange hier den Ton angibt und am stärksten durchkommt. Beim puren Jeschmackstest wird’s hart, unerwartet hart, sehr schnapsig, da meldet sich die Wacholderbeere doch deutlich zu Wort. Met einem Eiswürfel drin wird dat janze deutlich milder und angenehmer. Nun, so lange mer noch am Lääve sind, sollten wir das Tonic dazu geben.

Kennt ihr das Flirt Tonic Water? Dat jab es bei einer der Discounter Ketten, wir haben uns heute für die Tonic Water Dry Variante entschieden. Kurz zum Tonic Water, kann man schon trinken, es wird nicht unser neues Standard Tonic, aber wir haben das mal getestet. SO! Hück steiht die Welt ja nicht still, also kommt dat Tonic in dat Jlas und wir lassen die beiden kurz stehen damit die sind mal anfreunden können. Irgendwie fragen wir uns ob Hennes auch Gin Tonic trinken würde, wenn man ihn lassen würde. Alle Jläser hoch, wir probieren den Gin Tonic und sind uns nicht einig. Wie so oft eigentlich, selbst die leev Marie könnte uns hier nicht einen. Wir sind uns einig dat man die Mischung jot trinken kann, allerdings ist uns dat ein wenig zu süß. Nicht so dat nie mehr Fastelovend wäre, aber wir glauben dat nach dem vierten oder fünften hier die Lichter aus wären. Verdamp lang her dat wir so einen süßen Gin im Blog hatten. Auch hier als Tonic ist die Blaubeere sehr dominat, die ständig in der Nase hängt.

Aber Ginseidank es hätt noch immer jot jejange und ihr könnt eure Kölner Freunde gerne mit einem Drinkste eine met und der Flasche begrüßen. Wir wünschen allen Jecken, Karnevalfans, Faschingsfreunden und auch allen die damit nichts anfangen können eine super Jeilezick und wir hoffen für euch das ihr morgens nicht mit einer oder einem aufwacht bei dem andere sagen würden: Iss die Aap och Banane?

Ja! Nein! Vielleicht!

Wapping Gin mit Spar Tonic Water

Der Wapping Gin

Ihr kennt das vielleicht, man sitzt daheim mit seinen WG Kollegen, dem Mann/Freund oder Frau/Freundin und überlegt was man zu essen haben will. Pizza? „Ja, hhmm ne doch nicht? Willst du Pizza?“ „Ja schon. Nimmst du eine mit Schinken? Ich mag nämlich heute keinen Schinken.“ Oder wollen wir einen Film schauen? Ja, oder vielleicht die Serie weiter. Vielleicht sollten wir auch rausgehen, nein lass lieber Pizza bestellen. Aber irgendwie hat das jeder schon mal erlebt oder sowas ähnliches. Auch gerne sind die Partys auf die man eingeladen ist und eigentlich sowas von gar kein Bock hat, komischerweise sind das oft die besten. Was uns aber mega ankotzt sind die, die 5 Minuten vorher absagen, ihr macht was aus, im besten Fall schon unterwegs und dann kommt so „Ah sorry aber mir ist was dazwischen gekommen ich komm doch nicht“ kennen wir alles und haben wir bestimmt schon alle mal erlebt. Was das mit dem heutigen Gin zu tun hat? Nichts, aber das sollte mal gesagt sein.

Dem Wapping Gin ist der heutige Eintrag gewidmet falls ihr den nicht kennt, alles gut, wir kannten ihn nicht bis der Don letztes Jahr in seine süditalienische Heimat geflogen ist und ihn da entdeckt hat. Der Gin kommt aus dem Hause Stock Spirits, demselben Haus wie der Stock 84, Kegelvich Vodka oder Grappa Julia. Der Gin heißt nach dem Londoner Stadtteil Wapping, im alten Old East End, wo die Docks des Londoner Hafens beheimatet sind. Dort soll es früher auch viele Destillen gegeben haben und so kam es das man diesem Gin den Namen Wapping gegeben hat. Was gleich auffällt ist das der Gin gerade mal 38 % Alkohol hat und sich gerade so Gin nennen darf. Womit wir auch direkt beim Nosing sind, der Wapping riecht irgendwas zwischen neutral und süß, umso länger man daran riecht umso mehr kommt das Süße durch. Was das Süße ist, das können wir nicht heraus riechen dafür ist es nicht süß genug. Ist der Gin einmal im Glas mit Eiswürfeln riecht das Ganze dann sehr blumig und steigert die Vorfreude auf den ersten Test. Wir haben ein wenig gegoogelt und gesucht, aber wir finden kaum Infos darüber was im Gin drin ist, außer Wacholderbeeren.

Glas angehoben, angesetzt und getrunken und kurz erschrocken, wir haben wohl nicht genug kühlen lassen denn so wirkte der Gin trotz den 38% doch ziemlich hart. Beim zweiten Schluck war das dann anders, nicht mehr so hart, milder aber halt auch nichts Weltbewegendes. Da der Whugga letztens erst in Österreich war und von dort ein Tonic Water vom Spar mitgebracht hat wollen wir das gleich mal nutzen für den Test. Irgendwie finden wir es schade das es hier keinen oder kaum noch Sparmärkte gibt, das war Teil unserer Kindheit, aber vielleicht ist es auch besser so. Kurz eingeschenkt und gewartet und siehe da. Ja man kann diesen Gin Tonic trinken aber das Tonic Water ist klar tonangebend, der Gin verliert sich hier, immerhin kann man das Tonic Water gut trinken. Was uns wieder zum Anfang des Textes bringt, sollen wir noch einen Gin Tonic trinken? Ja? Nein? Hhm was für einen trinken wir denn? Oh schau mal wie wärs mit dem? Ginseidank steht der nächste Gin bereit und wie der war erfahrt in im nächsten Blog.

Karamell, Lakritze und das bitte salzig

Gin Primo Acqua Tonica Bianchetti

Gin Primo

Habt ihr einen Italiener aus Süditalien in eurem Freundeskreis? Wie heißt dieser oder diese denn? In 90% der Fälle heißt der oder die Bekannte dann wie die Großeltern oder Urgroßeltern hießen, in selten Fällen heißen sogar die Kinder direkt wie die Eltern. Einerseits eine tolle und schöne Tradition, aber ihr könnt euch nicht ausmalen was los ist, wenn man mit dieser Tradition bricht. Der Bruder vom Don, der ist so einer der nach seinem Großvater benannt wurde, das zieht sich durch die ganze Verwandtschaft. Beim Whugga ist das anders, da heißt niemand anders mehr Whugga. Dieser Name ist einzigartig. Wie kommen wir denn eigentlich heute auf Vornamen und die Tradition des Weitergebens, na ganz einfach, heute geht es bei uns um den Gin Primo.

Der Gin Primo heißt so nach dem Gesetz des „Primogenito“ des Erstgeborenen praktisch. Die Macher des Gin Primos hoffen, dass dies der erste Gin ist und vielleicht noch andere Folgen, der Gin kommt aus der Romagna, hier vielleicht besser als Emilia-Romagna bekannt. Falls nicht, das Gebiet umfasst die Städte Piacenza, über Bologna, bis nach Rimini oder halt von den Apenninen bis zum Fluss Po. Durch die zahlreichen Städtchen an der Küste kommt auch eine der Hauptzutaten nämlich das Salz der Romagna. Wie jetzt Salz? Ja, Salz! Das Wasser, das zum destillieren des Gins genommen wird mit dem Romagna Salz versetzt. Dazu kommen Lavendel, natürlich Wacholder und ganz wichtig Erba Luigia und Santolina Cenere, der Don der eigentlich italienisch spricht und eine große Suchmaschine in diesem Internet können das auch nicht übersetzen, also einfach so hinnehmen. Die Botanicals werden nach der Ernte innerhalb von 24 Stunden verarbeitet, so zumindest wird das dem interessierten Leser der Homepage mitgeteilt. Wir müssen unweigerlich an salziges Karamell denken, da dachte am Anfang bestimmt auch keiner das jemals jemand daran Gefallen finden würde.

Damit zum Geruchstest, wart ihr schon mal im Urlaub in einem Küstenort? Seid ihr da früh morgens mal aufgestanden und habt am Strand tief eingeatmet? Genauso riecht der Gin, nach Meer, nach Küste, nach kleinem Fischerdorf aus dem die ganzen Boote schon los sind und nur dieser Salzgeruch in der Luft liegt. Wir kommen direkt zum Geschmackstest, wir kennen schon einen Salz Gin und ahnen was auf uns zu kommt. Kalt auf Eis, pur war der erste Schluck sehr salzig, ungefähr so schmeckt das wenn man im Salzbergwerk an einem Stein leckt, glauben wir zumindest. Also kurz schütteln, nochmal versuchen und siehe da, der Gaumen und die Zunge sind vorbereitet und man schmeckt plötzlich mehr raus als nur Salz, etwas leicht Süßes und etwas das wie Zitrusfrucht schmeckt. Das kann die Erba Luigia sein, diese soll so in etwa wie Melisse und Zitrone schmecken. Auf jeden Fall etwas Besonderes das bestimmt noch nicht jeder getrunken hat.

Lasst uns einen Gin Tonic draus machen und wer unsere Einträge hier regelmäßig liest weiß das wir uns nicht gerne an Empfehlungen halten, also nehmen wir von Rioba das Tonic Water und bereuen es sofort. Die zwei passen nicht zusammen, das ist als würde man Salz in seinen Kaffee kippen, niemand trinkt das. Also nehmen wir wie empfohlen das Bianchina Tonic Water, kennt ihr nicht, das wurde extra für den Gin Primo gemacht und schmeckt richtig gut. Egal ob Pur oder mit dem Gin Primo zusammen, da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht. Zusammen schmeckt das mehr als interessant, das salzige geht am Anfang verloren, nicht komplett aber wird deutlich weniger, allerdings auch andere Geschmacksnuancen. Lässt man das ganze etwas stehen und abkühlen merkt man der Gin Tonic wird salziger und auch das was wir als Zitrusfrucht wahrnehmen kommt wieder zurück. Anders wie bei salziger Lakritz, das schmeckt immer nach salziger Lakritze.

Ginseidank sind wir so mutig und testen salzigen Gin und freuen uns auf ein weiteres Highlight in unserer Sammlung.

Mehr geht immer

Mini Juniper Jack

Juniper Jack die Wacholder Bombe

Eine Prise Salz, eine Prise Himalayasalz, ein wenig rosa Pfeffer, eine Handvoll frisch gepflückte Minze aus einem kleinem chinesischen Bergdorf, von einer Jungfrau besungenen Koriander, von einem ostindischen Guru gesegneten Ingwer und Seegras aus Atlantis mehr braucht man nicht. Für was? Keine Ahnung, aber manchmal ist das doch so, man will nachschauen was man braucht um das oder jenes daheim nach zu machen und die Zutatenliste liest sich wie das Rezept eines Zaubertrankes den nicht mal Miracolix aus den Asterix Comics hätte herstellen können. Wir stellen uns oft die Frage, muss das genau das sein, können wir nicht zum Beispiel ganz normale Minze nehmen? Fragt mal, wenn ihr noch habt eure Omas, Rezepte von Omi sind die besten, egal bei was und wir sind uns sicher, sie sind es, weil die herkömmlichen Ingredienzien einfach mit Liebe behandelt werden. Nicht diese Disney oder Hollywood Filmliebe, nein die Liebe die nur eine Oma geben kann, wie wenn sie einem früher einen 20er in die Hand gedrückt hat und meinte kaufst dir ein Eis. Mit die einfachste Art und Weise einem seine Zuneigung zu zeigen. Man könnte aber auch einfach einen Gin machen mit ein paar Botanicals drin, gar nicht zu viele und sich auf den Ursprung besinnen, so wie beim Juniper Jack eben.

Beim Blick auf die Homepage des Juniper Jacks fällt eines sofort ins Auge, der aus Dresden stammende Gin überzeugt durch seine Wacholdernote. Kein Schnickschnack, keine exotischen Früchte oder Kräuter, sondern 10 Botanicals. Einfach schön, schön einfach und schlicht. Zu den Wacholderbeeren gesellt sich Wermut, Orangenschale, Zitronenschale, Koriander, Minze, Brombeerblätter und die anderen 3 Zutaten bleiben geheim. Was nicht geheim gehalten wird ist die Herkunft des Wacholders, dieser wird auf 750 Meter Höhe in Kroatien geerntet. Und genau dieser Wacholder ist eben der Wacholder, der den Gin so wacholderig macht. Der Batch ist auf 1736 Flaschen begrenzt, in diesem Jahr hat Juniper Jack sein Protest Theaterstück gegen König George den Zweiten geschrieben und Uraufgeführt, so steht es ebenfalls auf der Homepage. Auch die Flasche ist schlicht gehalten und wirkt wohl eben deswegen sehr edel. Genug der einleitenden Worte, wir sind neugierig.

Wir riechen mal was da so aus der Flasche strömt und sind beeindruckt, die volle Breitseite Wacholder strömt in die Nase. Anders als wenn Oma kocht; übertreffen sich bei Oma die Aromen ist es hier anders, nicht zu Unrecht trägt der Gin den Beinamen Wacholderbombe. Das riecht richtig hart und außer den Wacholderbeeren können wir nichts riechen. Nun gut dann nehmen wir unser Mut zusammen, fast so als wenn wir der Oma sagen müssen man hätte keinen Hunger und schütten den Gin über den Eiswürfel ins Glas. Dieser Moment ist für uns jedes Mal faszinierend, einfach nur der Gin, das Glas und der Eiswürfel. Nach dem wir dem Gin kurz Zeit gegeben haben kalt zu werden kommt die pure Verköstigung und siehe da, so hart der Juniper Jack auch riechen mag, so angenehm schmeckt die Wacholderbombe wenn kalt und pur. Auf jeden Fall schmeckt er angenehmer als er riecht.

Mit dem Windspiel Tonic wird das nun zum Gin Tonic aufgefüllt und wird dadurch zu der Kombi die immer geht, wie der Käsekuchen von Oma, den kann man auch immer essen. Was wir etwas schade finden das wir keine der anderen Botanicals wirklich rausschmecken, was aber nicht heißt das dieser Gin Tonic genial zum Trinken ist. Der Gin verzichtet auf vieles um einfach das zu sein was die Ginliebhaber wollen, einen echten Wacholderlastigen Gin.

Gin Sei Dank war König George II damals verrückt, vielleicht hätte es sonst nie ein Theaterstück gegeben und wer weiß ob der Juniper Jack die Wacholderbombe geworden wäre.

Ein Haus, eine Kuh und einen Gin

Wir könnten jetzt hier eine Grundsatzdiskussion lostreten, wir müssten nur Fragen welches ist das beste Haustier. Wir sind sicher über die Hälfte unserer Leser, die übrigens die besten Leser der Welt sind, kämen mit Hund oder Katze an. Aber, das wollen wir nicht, wir wollen nicht das hier ein Streit ausbricht darüber welche Haustiere die besten sind. Halten wir uns an Pipi Langstrumpf, die hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen da zum Fenster raus. Und jetzt mal ehrlich, wer hat gerade nicht auch die Melodie im Kopf? Ein Pferd und einen Affen als Haustier, das ist mal was Extravagantes. Wir haben einen Kumpel, der hat eine Schlange daheim. Schönes Tier, sehr schönes Tier aber halt eher zum Anschauen. Das einer von uns Schildkröten hat, wisst ihr, wenn ihr uns auf Instagram folgt, da waren die beiden, die übrigens Sun und Shine heißen, schon mal zu sehen. Ein guter Kumpel von uns hatte mal Hühner als Haustiere, denen ging es echt gut bei ihm bis halt der Marder kam, aber sonst hatten die ein tolles Leben. Aber ansonsten kennen wir kaum Leute die irgendwie Haustiere haben, die nicht Hund, Katze oder Fische sind. Eine Kuh wäre doch mal was, oder nicht? Eine Kuh die Milch gibt, glücklich ist und das Logo des eigenen Gins inspiriert, wie beim Gin um den es heute hier Geht, den Vienna Cowling Gin.

Nach dem Lechtal Kramat und dem Funky Pump ein weiterer Österreicher bei uns im Blog, nicht das ihr denkt wir haben irgendwie eine Vorliebe für die Alpen, aber irgendwie finden wir immer wieder Gins aus dieser Gegend und die finden dann eben auch den Weg in unseren Blog. Der Vienna Cowling kommt wie der Name schon sagt aus Wien, der Hauptstadt Österreichs. Die Geschichte des Gins hat uns auf diesen aufmerksam werden lassen, wie wir auch hat der Schöpfer des Gins eine Vorliebe für Gin und wollte einfach seinen eigenen Zaubertrank haben. Aber warum die Kuh? Auf der Homepage wird das kurz angeschnitten, der Gin entsteht im Familienbetrieb, der Papa destilliert und füllt ab, etikettiert wird von der Tochter, die eben auch das Logo erfand. Eine Kuh frisst eben am liebsten nur die besten und leckersten Kräuter. Die Flasche ist schnell geöffnet und es kommt einem ein wunderschöner Lavendelduft entgegen, das riecht irgendwie nach Urlaub und etwas Süßes steigt in die Nase. Also ab ins Glas damit er etwas abkühlt und dann nochmal riechen. Am Geruch ändert sich nicht viel, Lavendel und etwas Süßes, könnte die Himbeere sein die mit drin ist.

Vienna Cowling und Thomas Henry
Der Vienna Cowling Gin aus Wien mit Schlüsselanhänger und Thomas Henry.

Auf der Homepage wird zwar empfohlen das pur zu trinken, aber wir finden pur ist das für uns nichts. Nicht dass es jetzt schlecht schmeckt aber für unseren Geschmack ist das zu viel Lavendel und auch der Wacholder ist hier sehr dominant. Es gibt mit Sicherheit Leute die sich Vogelspinnen halten und auch diesen Gin pur mögen, wir allerdings nicht. Die Himbeere, den Zitronenthymian und die Orangenblüten schmecken wir pur nicht raus. Aber wir bilden uns ein das wir die Himbeere und die Pfefferminze raus schmecken. Wir sind uns sogar richtig sicher die Pfefferminze raus zu schmecken. Irgendwie stellen wir uns eine Kuh vor, auf einem Feld nahe Wien, die gemütlich über jenes Feld läuft, sich freut das kleine Kinder sich freuen, dass sie eine Kuh sehen und die Kuh genüsslich Pfefferminze, Himbeeren und Zitronenthymian isst. Die Vorstellung ist uns lieber als der Gedanke sich morgens eine aromatisierte Milch in den Kaffee zu geben. Zurück zum Gin, denn ebenfalls auf der Homepage wird empfohlen den Gin mit einem Mediterranen Tonic zu trinken, aber wer wären wir, wenn wir uns an alles halten das man uns vorschreibt? Wir bleiben natürlich beim Standard von uns und nehmen das Thomas Henry und brauchen eine Weile zu verstehen was wir da gerade trinken. Vielleicht sitzen wir so erstarrt da wie der Hase vor der Schlange, oder wir wissen einfach nicht ob wir diese Lavendeldominanz gut finden oder nicht. Die Empfehlung eines mediterranen Tonics passt da schon ganz gut, man darf nicht gegen den Lavendel vorgehen man muss ihn dazu bringen mit etwas anderem zu harmonieren.

Der Gin ist auf jeden Fall etwas Ausgefallenes, kam uns so bisher noch nicht unter und hat bestimmt eine große Fangemeinde auch zu recht. Alleine die Hingabe die in dem Gin steckt ist aller Ehren wert.

Immer diese Trilogie Teil 3 „Ein Gin in 5 Ecken“

In „Wacholdersburgh“ ist die Sonne untergangen, die 2 Helden Whugga und Don blicken über die Schulter noch einmal kurz zurück und erblicken die Überreste des Empires, das getrunken wurde und des Saxgin. Die Zunge noch leicht pelzig wissen die Beiden, dass es bald zum Ende kommt und die Kräfte gebündelt werden müssen. Es könnte magisch werden, denn nun steht der 5 Corners Gin auf dem Tisch. Noch wissen wir nicht ob dieser Freund oder Feind ist. Noch ist die Zunge etwas zu pelzig vom Sax Gin und die Erinnerungen noch frisch. Wir setzen uns an den Tisch und betrachten mit Adleraugen den Neuen in unserer Mitte.

Wir können immer noch kein kroatisch, Menno, aber wir wissen, dass der Gin aus dem Hause Nimco kommt und einer der wenigen Gins ist, der die Farbe wechseln kann. Warum kann, dazu später mehr. Von blau zu rosa, heißt es, ändert sich die Farbe, wenn Zitrone oder Tonic dazu kommt. Also betrachten wir nun mit unsern Gin Scannern, die uns „Gurkman“ geliehen hat, den 5 Corners. Die Flasche sieht schön aus, setzt sich etwas ab von anderen Ginflaschen, aber wer weiß ob das nicht eine List ist. Wir glauben, das unsere Flasche kaputt ist, wirklich arg blau wirkt er nicht mehr. Auf Englisch steht auf der Flasche „Dunkel lagern“, also haben wir die Schwachstelle schon ausgemacht.

Wir riechen am 5-eckigen und finden, das haben wir schon mal gerochen, blumig riecht er und er kommt uns bekannt vor, aber wir können es nicht richtig zuordnen. Wir zögern nicht lange und wollen wissen, wie sich unser neuer Held oder Bösewicht heute gibt. Die leichte blaue Farbe, die in der Flasche noch sichtbar ist geht im Glas verloren, auch der Duft nimmt ab, riecht nicht mehr so blumig wie vorher und wir fragen uns ob er seine Tarnung fallen lässt? Da der Gin nun mit Eis in Kontakt gekommen ist und etwas runtergekühlt ist nutzen wir die Gelegenheit zum ersten Geschmackstest. Sicherheitshalber hält sich „Gurkman“ und „Z-trone“ etwas versteckt neben uns auf, um im Fall der Fälle eingreifen zu können. Das blumige, das wir bisher riechen konnten, ist weg, hat uns der 5-Corner also hinter das blaue Licht geführt? Eine leichte Schärfe nehmen wir im Mund war die schnell vergeht und sich gut trinken lässt.

5 Corners und Thomas Henry
Der 5 Corner Gin aus Kroatien und das Tonic Water von Thomas Herny

Wir sind überrascht, der 5 Corners kommt nicht um sich wegen dem Sax Gin zu rächen, sondern bedauert das er zu spät dran war um uns vor ihm zu warnen. „Gurkman“ und „Z-trone“ verlassen erleichtert ihre Verstecke und lassen uns mit unserem neuen Freund allein. Da kommt aber schon der Henry Thomas und ist ganz gespannt auf den neuem im Bunde. Der blaue Gin, der bei uns nicht mehr wirklich blau ist, sollte nun durch den hohen Anteil an Butterblume seine Farbe wechseln. Blau sollte zu rosa werden und sind wir mal ehrlich, rosa als Bösewicht? Sowas kann es nur in einer schlechten Fortsetzung von einer schlechten Filmreihe geben und würde dann ungefähr „Meine Frau, ihr Superheld und der rosa Bösewicht“ heißen. Dabei ist jedem sofort bewusst, dass man diesen Film nicht schauen muss und die nächsten 16 Fortsetzungen davon genau so wenig. Also wir kippen das Thomas Henry dazu und siehe da, ein leichter Farbwechsel ist zu erkennen, mehr aber nicht. Da musste unser Freund wohl schon sehr arg leiden und hat viel Licht abbekommen, gut das er nun in guten Händen ist und sich geborgen fühlen kann. So ähnlich hat sich bestimmt auch Batman in Teil 3 gefühlt, als er beschlossen hat nicht mehr als Batman aufzutauchen.

Die Kombination macht was her, es tritt eine leichte Süße durch, die sehr angenehm zu trinken ist, so erfrischend das man im Sommer problemlos abends 5 davon trinken könnte, für jede Ecke eben einen. Auch im Mund und im Nachgang bleibt diese leichte Süße bestehen und schmeckt uns richtig gut.

Wer die Trilogie verfolgt kennt unseren Gewinner, der 5-Corners war der angenehmste und leckerste Gin dieses Ausfluges nach Kroatien, gefolgt vom

Empire, der auch noch dank Gurke gut trinkbar ist, der Saxgin, naja, will jemand eine angefangene Flasche Saxgin? Wobei nein, das können wir keinem antun.

3 Gins aus Kroatien
Saxgin, Empire Gin und 5 Corners Gin aus Kroatien

Vielen Dank an Tiho, dem edlen Spender, der die 3 Hauptdarsteller aus Kroatien mitgebracht hat und für das Tasting zur Verfügung gestellt hat, Ginseidank haben wir dich kennen gelernt.

Immer wieder diese Trilogie Teil 1 „The Empire has been drunk“

Ja, ihr müsst jetzt Angst haben, wir haben es auch getan. Wir nehmen uns ein schlechtes Beispiel an Filmen wie „Matrix“ oder den 3 „Star Wars“ Teilen aus den Anfängen der 00er Jahre. Gerne auch „Twilight“ oder schlechte Mehrteiler wie „Scary Movie“. Wir machen einen 3 Teiler und ohne zu stark zu spoilern, können wir euch versprechen, es wird um Gin gehen, aber es ist nicht geplant mehrere Trilogien zu veröffentlichen. Ihr kennt das ja selbst, ihr sitzt da und fragt euch, musste eine Fortsetzung oder gar ein dritter Teil wirklich sein? Schlimmer wird’s ja wenns dann wie bei „American Pie“ irgendwann die fünfte oder sechste Fortsetzung gibt und die Fortsetzung mit dem Original eigentlich garnichts mehr zu tun hat. Da gibt’s ja 8 Filme, wobei Teil IV bis VII nichts mit den ersten 3 nichts am Hut haben und erst der 8. Teil wieder in Originalbesetzung (oder zumindest fast komplett) wieder gedreht wurde. Nein liebe Leserinnen und Leser so etwas wollen wir nicht machen. Warum aber denn nun eigentlich eine Trilogie? Ganz einfach, wir haben doch mal auf unseren Social Media Kanälen die drei Gins aus Kroatien gepostet und der edle Spender meinte, es wäre mega wenn wir da eine Trilogie daraus machen würden. Also gesagt getan!  Ladies and Gentleman we proudly present: “Empire Gin, Sax Gin and 5 Corners Gin“ oder vielleicht auch „The good, the bad and the Ugly“. Wir sind auf das Trio gespannt und erzählen in einem spannenden 3teiler (hoffentlich auch leckerem) wie wir die 3 Gins so finden wie sie uns schmecken und, ach ihr kennt das ja.

Maraska Empire Gin
Der Empire Gin aus dem Maraska Haus aus Kroatien und das Thomas Herny Tonic Water

Die drei Flaschen stehen auf dem Tisch und wir überlegen mit welchem wir beginnen wollen, die Wahl fällt auf den „Empire Gin“. Dieser kommt aus dem Hause Maraska, das bekannt für seine Brände und Schnäpse ist. Uns beiden ist keiner davon bekannt, aber wir sind jetzt auch nicht so die Schnapstrinker. Ob die Firma so heißt, weil sie damals mit Maraska Kirschen den ersten Schnaps gebrannt haben wissen wir nicht.

Die 1-Liter Flasche sieht aber schon mal schön aus und wir wollen nicht lange warten mit dem Öffnen der Flasche. Dafür das der Gin nur 37,5 Prozent an Alkohol hat riecht das ganz schön hart was da raus kommt. Wir kippen den Gin ins Glas in dem die Eiswürfel schon warten. Wenn der Gin mal kalt und pur im Glas auf sein glückliches Ende wartet, riecht dieser auf einmal gar nicht mehr so hart. Irgendwie ist das auch wie im Film, wenn man genau weiß der Held tut jetzt nur so als würde er sich geschlagen geben, er hat noch ein Ass im Ärmel. Oder der Bösewicht hatte eingeplant gefasst zu werden. Hauptsache die Handlung künstlich rauszögern. Wir sind da anders! Ja wir bringen Fakten auf den Tisch und ins Glas und dabei spielt es überhaupt keine Rolle was für ein Glas das ist oder was für Gin da drin ist. Nein wir sind da total straight unterwegs und reden nicht unnütz um den heißen Brei herum. Also der Gin schmeckt, wenn er kalt ist und pur, ganz schön hart. Die volle Wucht Wacholder trifft einen ins Gesicht wie Batman seine Gegner! Was noch mit im Gin ist, schmecken wir nicht. Ehrlich nicht. Da von uns keiner kroatisch kann, können wir auch nicht sagen was der Hersteller auf die Flasche schreibt und im Internet finden wir dazu auch nichts auf deutsch, englisch oder italienisch.

Wir greifen zur Flasche und schütten das Thomas Henry Tonic dazu und probieren das nun als Gin Tonic. Wir müssen ehrlich zugeben am Anfang überzeugt uns das nicht und die Zunge wird ein wenig pelzig. Wir möchten uns damit nicht zufriedengeben. Irgendwie muss da doch was gehen. Nach kurzer Überlegung sind wir uns einig! Der unerwartete Held, der aus dem nichts kommt oder der Gehilfe, der schon für Tod erachtet wurde braucht ein Comeback. Und siehe da am Horizont erkennen wir die Umrisse von „Gurkman“ in einem grünen Gewand und mit dunkelgrünem Cape, das er für diesen Einsatz ablegt, steht er da und eilt uns zur Hilfe. Dieser Gin darf nicht alleine mit Tonic dastehen und so kommt die Gurke zum Einsatz und macht diese Kombi viel angenehmer zu trinken. Ginseidank gibt es hier einen Sidekick. Wie es sich für eine richtige Trilogie gehört kommt das richtige Ende ganz zum Schluss.

Immer diese Souvenirs

Ihr kennt das, ihr seid im Urlaub und wollt euch oder den Lieben zu Hause etwas mitbringen und was ist, das Strandtuch das ihr am Strand gekauft habt wirkt zu Hause einfach nicht mehr so oder ist gar hässlich. Was uns auch schon passiert ist, wir haben uns einen Wein gekauft, den wir im Urlaub immer getrunken haben, dort super lecker, zu Hause dann eher so, naja lassen wir das. Aber das ist uns doch allen schon mal passiert. Werden wir daraus schlauer? Nein, natürlich nicht im nächsten Urlaub wieder was gesehen und mitgenommen, selten schmeckt es gleich oder fast gleich oft denkt man sich das Geld hätte man einfach sparen können. Diesmal, wie auch immer, ist es uns wieder passiert. Allerdings diesmal ganz bewusst und in Hoffnung eines Besseren belehrt zu werden. In einem Supermarkt in Süditalien haben wir 2 Tonics gekauft, die wir nicht kannten aber die Neugierde so groß war, das wir das probieren wollten. Heute sprechen wir ausnahmsweise nicht über Gin, aber über Tonic.

Aus dem fernen Mailand kommt das Tonica di Bergamotto, das kostet in dem Supermarkt 1,09€. Nicht das günstige für die kleine Flasche, aber einen Preis den man schon mal zahlen kann, verglichen mit anderen führenden Tonics ist das absolut in Ordnung. Das Etikett sticht ins Auge und erweckte die Neugierde unserseits. Riecht wie ein Tonic riechen soll, nicht süßer oder bitterer oder stärker als andere, also hier schon mal keine bösen Überraschungen erlebt. Es sieht sogar aus wie Tonic und siehe da es schmeckt auch. Trocken wie ein Tonic nun mal sein darf und dazu noch etwas fruchtig, das mag die Bergamotte sein. Also auch Pur ein tolles Tonic. Nun wie schmeckt das denn als Gin Tonic? Das haben wir uns auch gefragt, also haben wir uns den Granit Gin ausgesucht und mit einen Gin Tonic gemischt. Das Tonic passt wirklich gut dazu und überrascht uns doch, zwar sieht die Flasche toll und professionell aus aber ihr wisst wie sowas ist. Wir können das Tonic besten Gewissens weiterempfehlen.

Acqua Tonica di Bergamotto
Tonica di Bergamotto aus Italien

Beim „Calabria Acqua Tonica“ sind wir skeptisch und zwar sehr. Die Flasche sieht nun mal aus wie sie aussieht, das Etikett auch und der Preis von 0,50€ macht uns eigentlich mehr Angst als Hoffnung. Vom ersten Schluck sind wir sehr überrascht, wir hatten mit dem schlimmsten gerechnet, aber sind positiv überrascht und auch Gott froh das wir noch leben. Das Tonic verhält sich im Mund eher neutral aber hinten raus kommt dann ein angenehmer Geschmack, also eignet sich das Tonic auch zum Pur trinken, warum auch immer man das Pur trinken sollte, aber naja ist ja jedem selbst überlassen.

Dann machen wir nicht lange rum und mischen das wieder mit dem Granit Gin zusammen. Wir hätten das Filmen sollen, weil wir beide nicht damit gerechnet haben das es so schmeckt wie es schmeckte. Wir haben beide die Augen aufgerissen und fast zeitgleich gesagt: „Oha!“ ja das schmeckt! Und zwar so gut das wir uns nochmal 4 Sixpacks davon haben mitbringen lassen. Für ein Tonic das gerade mal 50 Cent kostet, ist das mehr als absolut in Ordnung und wer weiß vielleicht bringen wir das zu einem Gin Tasting mit, zu denen wir eingeladen werden.

Acqua Tonica di Calabria
Acqua Tonica di Calabria

Gin sei Dank war die Neugierde größer als die Vernunft und wir freuen uns 2 neue Tonics gefunden zu haben, die man guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Süße Sirenen

LoreDry Gin mit Kirscheierlikör

Urlaub, in einigen Bundesländern sind die Sommerferien vorbei in ein paar wenigen ist man in den letzten Zügen. Also der Alltag hat die meisten schon wieder. Wo wart ihr denn im Urlaub? Der Don war in der Heimat und war 2 Wochen auf der italienischen Insel Elba, von da hat er den Marconi 46 Gin mitgenommen. Der Whugga war ein paar Tage in Südtirol und hat den Blue Gin mitgebracht, aus Österreich, beim durchfahren. Nun könnte man streiten, wo man Urlaub macht. Wir kennen viele, die machen in Deutschland Urlaub aber auch genug, die bis ans andere Ende der Welt fliegen. In Deutschland hat man aber auch genug um Urlaub zu machen, sei es die Bodenseeregion, der Schwarzwald, die Nord- und Ostsee mit all den Inseln, Städtetrips oder Aktivurlaube. Hier gibt es einiges, wer es mit alten Sagen hat sollte dringend mal nach Loreley, oder zur Loreley, egal aber heute geht es um den Loredry Gin.

Der Loredry, wir mögen ja Wortspiele nicht so, aber das hier ist schon toll, kommt aus dem Mittelrheintal, Firmensitz der Three Brothers Distillery ist Münster-Sarmsheim, knapp 30 Km weg von der Loreley. Die Brennerei heißt 3 Brüder, weil es wirklich 3 Brüder sind, die diesen Gin ins Leben gerufen haben und sich von der Brennerei Fetz unterstützen lassen. Pro Batch werden nur 555 Flaschen hergestellt und sorgsam vorbereitet, denn der Gin ist und soll etwas Besonderes bleiben. Jede Abfüllung ist nach einer Burg entlang des Rheintals benannt. Wir sind stolzer Besitzer einer Flasche der zweiten Abfüllung „Burg Klopp“. Was ist im Gin drin? Natürlich Wacholder, sonnengereifte Zitrusfrüchte, grüner Kardamom, wilder Lavendel und ein Hauch Schattenmorelle (Mittelrheintalkirsche) um die lokale Komponente noch etwas zu betonen. Aber das Beste sind die Goldflocken, diese sollen die Tränen der Loreley symbolisieren.

Wie ist denn der Gin nun? Beim puren Geschmackstest kommt zuerst eine Süße heraus, die wir einfach auf die Schattenmorellen schieben, dann dauert es ein wenig aber dann kommt der Wacholder durch. Sehr angenehm zu trinken und eine tolle Kombo. Den Rest, wie Lavendel oder die Zitrusfrüchte haben wir jetzt nicht direkt rausgeschmeckt. Beim Geruchstest kam diese Zitrusnote aber mit.

Heute trinken wir das ganze etwas anders, denn zum Tonic, der diesmal von Fentimans ist, kommt noch was dazu. Wir haben ja vor ein paar Wochen vom Gin Club geschrieben, bei dem wir den Loredry Gin bekommen haben und dazu gab es diesen Kirscheierlikör. Eierlikör, kennen wir eigentlich nur noch aus Kuchen oder Eisbechern, aber wir sind nicht so dass wir sagen „Oh geil, komm lass uns heute mal Eierlikör trinken.“ Also halten wir uns an das mitgelieferte Rezept, 4 CL Gin, 2 CL Kirscheierlikör und dann mit Tonic auffüllen, dazu ein paar der getrockneten Schattenmorellen et Voila. Ehrlich gesagt sieht das am Anfang alles andere als Lecker aus, der dickflüssigere Kirscheierlikör im Gin sieht aus als wäre ein weiteres Schiff in der Flussenge Opfer der singenden Loreley geworden. Einmal alles kräftig umrühren und siehe da nun scheint es, als würde Loreley persönlich im Glas auf dem Tisch stehen und sich die blonden Haare kämen, sieht schon schön aus. Sehr begeistert sind wir von der Schaumkrone, die sich bildet, könnte auch als Leuchtturm dienen und den Seemännern den Weg weisen.

Wir zögern kurz vor dem ersten Schluck, wir sind halt keine Fans von Eierlikör, aber da muss sich jemand Gedanken gemacht haben also los. Wir sind überrascht, so schön Loreley gewesen sein soll, so lecker schmeckt diese Mischung. Kurz gesagt richtig gut und frisch mit Potenzial zum Sommergetränk, auch wenn dieser fast vorbei ist. Der Kirscheierlikör oder auch KEL genannt bringt eine sehr angenehme Süße in den Drink und die getrockneten Schattenmorellen eigenen sich richtig gut zum Naschen. Eine Frage sei uns erlaubt, denken nur wir bei dem Wort Schattenmorellen an Tiere, die im Meer wohnen, warum heißen die denn bitte Schattenmorellen?? Wir verzichten heute auf den Gin und Tonic Test, werden den aber mal ohne Wertung irgendwann nachholen, da kommt schon die Neugierde in uns hoch. Und wir sind uns sicher, das die Loreley und gut und wohlgesonnen gegenübersitzen würde und uns durch das Tal lotsen würde, damit wir noch mehr von diesem Gin trinken können und uns verzeiht das wir dieses Mal keinen Gin Tonic getrunken haben.

Wenn ihr also für eure nächste Party oder Grillabend eure Gäste überraschend wollt dann holt euch den Loredry Gin und KEL und schon weinen die Gäste, Ginseidank vor Freude, anders wie einst die Loreley.

Veni Vidi Bibi

Er Gin und DeSpar Tonic Water

Sind wir mal ehrlich, Latein lernt man für die Schule und nicht fürs Leben oder hat von euch schon mal irgendwo jemanden Latein sprechen hören oder im Restaurant auf Latein bestellt? Früher erzählte man uns, wenn man mal Arzt werden will muss man das lernen, dem ist heute nicht mehr so. Aber Gin sei dank gibt’s ja noch Asterix und Obelix. 90% des Lateins das wir beide können, können wir dank den beiden Galliern. Wir können kein Latein, nur mal so erwähnt, außer halt Sachen wie Veni Vedi Bibi. „Das ist doch Falsch!“ rufen einige von euch jetzt bestimmt, auch mit Recht, aber wer sagt denn, das wir bei einem Gin Blog nicht schreiben dürfen „Ich kam, ich sah, ich trank“? Aber wie zum Teufel kommen wir denn jetzt auf Latein? Weil wir das SPQR um einen Gin erweitern. Senatus, populusque Romanus Tenebitur planta. Das klingt so unheimlich falsch aber auch so lustig. Wie gesagt, wir können kein Latein aber eine große Suchmaschine hat ein Übersetzungstool und das behauptet halt Gin = Tenebitur planta. Planta würde man, glaubt der Don, mit Anlage übersetzen. Aber egal wir lassen das mal stehen oder machen Senatus Populusque Gin Romanus daraus, das klingt schon besser. Ach so das heutige Thema ist „Er Gin“ aus Rom.

Die „Distillerie capitoline“ öffnet offiziell erst knapp in einem Monat die Pforten, dennoch durften wir vorab schon mal den „Er Gin“ (auf deutsch heißt das Der Gin. Er ist römisch) probieren. Damit feiern wir auch eine Premiere, denn der „Er Gin“ ist der erste Old Tom Gin der es in den Blog geschafft hat. Ihr wisst alle was ein Old Tom Gin ist? Während beim London Dry Gin und Dry Gin der Zucker nichts verloren hat, darf bei einem Old Tom Gin nachträglich leicht gesüßt werden. Viele moderne Ginsorten sind Old Tom Gins und lassen hier eben der Kreativität freien Lauf. So eben auch dieser. Ebenfalls Premiere feiert der Johannisbrotbaum Premiere bei uns im Blog, den dieser, also die Frucht oder Samen, die den Weg in den Gin gefunden haben. Des Weiteren sind Kaffernlimette, Zitrone, Rosa Pfeffer, Orange und Wacholer im Gin mitverarbeitet und ein wenig Zucker. Die beiden Macher des Gins sind in Rom ansässig und waren so freundlich uns eine Flasche von Batch Nummer 1 zu geben, dafür ein großes „Grazie Ragazzi“! Nun aber endlich zum Tasting denn alea iactia est.

Beim Nosing fühlen wir uns etwas in unsere Kindheit versetzt, das ganze riecht wie Medizin, wir meinen so wie ein Hustensaft oder irgendwas das es als Tropfen gab. Gibt es das Wort gewürzig? Das würde es nämlich ganz gut beschreiben, gewürzig und süßlich. Pfeffer und Orange sowie die Zitrone, das riechen wir raus.  Nun also Dignus est intrare* und wir Füllen uns etwas ins Glas. Überrascht sind wir von der Farbe, sieht eher aus wie Rum als Gin, oder ein Gin der im Fass gereift wäre und die Farbe angenommen hat. Schön anzusehen aber Nunc est bibendum**! Also heben wir das Glas an und probieren den „Er Gin“ pur und gekühlt. Siehe da, die Süße ist gar nicht so stark wie erwartet und kommt auch nicht im Nachgang so stark durch. Aber man weiß ja Errare humanum est ***. Dieser Medizingeschmack bleibt aber und den bekommen wir erstmal nicht los. Da wir einen Gin aus Italien probieren, trinken wir diesen diesmal mit einem Tonic aus dem italienischen Despar Supermarkt, die Kette gabs hier auch mal und hieß „Spar“. Das Tonic Water ist sehr simpel und einfach kann man aber ganz gut trinken.

Die Mischung ist am Anfang gar nicht unser, aber sowas von überhaupt nicht. Irgendwie fühlt sich das nicht nach Mens sana in corpore sano**** an. Es braucht ein wenig Zeit, erst langsam mischen sich Tonic und Gin zu einem Gin Tonic und es schmeckt, wohl auch am großen Eiswürfel gelegen, langsam besser, wenn das Tonic auch kühler wird. Wir müssen uns eingestehen das diese Kombi nichts für uns ist, es war nicht das richtige Tonic. Wir geben auch zu wir sind keine Fans von diesem Old Tom Gin und sind uns sicher das dieser in Cocktails besser zu Geltung kommt.

Nach Rücksprache mit den Machern stellen wir fest es muss schon ein anderes Tonic sein dafür, also war haben wir durch das Tasting nicht Diem Perdidi *****.

Aber vielleicht kommt ihr mal in den Genuss und habt eine andere Meinung dazu, aber wie sagten schon die alten Römer „Quot capita tot sensus“.

Hier noch die Übersetzung des verwendeten Lateins:

Dignus est intrare – Würdig um einzutreten
Nunc est bibendum – Nun muss getrunken werden
Errare humanum est – Irren ist menschlich
Mens sana in corpore sano – gesunder Geist im gesunden Körper
Diem Perdidi – Ich habe den Tag vertan
Quot capita tot sensus – Viele Köpfe viele Meinungen