Bei Erkältung soll man viel trinken

Linden No 4 Gin und Thomas Henry Tonic Water

 Im Winter sind die Leute im Freundeskreis und Arbeitsumfeld gerne mal erkältet. Jeder Arzt sagt einem da man soll ausreichend trinken. Stimmt auch, mit Sicherheit. Wir neigen eh dazu zu wenig zu trinken,es sei denn es geht um Gin, da neigen wir nie dazu zu wenig zu trinken. Wir sind uns sicher die Kombi zuwenig trinken und Gin gibt es gar nicht. Aber wenn man erkältet oder krank ist rät der Arzt ja gerne zu Wasser oder Tee. Und bei Tee ist ja ähnlich wie beim Gin, nicht jedem schmeckt alles gleich gut. Es gibt ja Roibuschtee, Schwarztee oder auch grüner Tee, dazu kann man ja alles dazugeben. Das krasseste was wir mal an Tee getrunken haben war ein Kaffee-Toffee-Schwarztee, wie Kaffee mit Karamell, aber eben Tee mit Kaffeebohnen drin, echt cool, echt stark und echt lecker. Als Kind sieht die Teewelt eher langweilig aus, Früchtetee, Hagebuttentee oder Kamillentee, letzter bringt heute auch den Einstieg zum Gin, den Linden No 4.

D.R. Linden (Dave Richard), ihm ist dieser Gin gewidmet denn einst ging dieser auf eine Reise, so wie er ist auch die Reise fiktiv, liest sich aber sehr gut und könnte wirklich so passiert sein. Firmensitz des Linden No 4 ist Kempen, also am Niederrhein gelegen und mitten in NRW. In den Gin kommen neben Wacholder, Kardamon und Koriander, die man gerne auch in anderen Gins findet noch die Iriswurzel, Rosenblüten, Kamille, Holunderblüte und Johannisbeere. Klingt fruchtig und süß und dazu noch ein Dry Gin, klingt also schon mal ganz gut. Per Zufall sind wir auf diesen Gin gestoßen und sowas nehmen wir ja gerne in unseren Blog auf. Wir öffnen die Flasche und siehe da, das ganze riecht sehr floral, frisch und verdammt interessant. Beim ersten riechen sind wir uns nicht sicher was wir da riechen, aber wir riechen einige Botanicals. Erst später wird uns klar, das das die Kamille war, aber wir wollen ja nicht spoilern, wer will schon spoilern. Genau so wenig will jemand langweiligen Tee trinken außer man ist krank. Nun kommt der Gin ins Glas, ein Eiswürfel dazu und dann heißt es abwarten und Tee trinken, in der Zeit kann der Gin etwas abkühlen. Kalt riecht der Gin schon wieder anders, keiner der Botanicals setzt sich wirklich durch. Geschmacklich ist das aber gut, hat nichts von kaltem Tee oder Eistee, nicht das da einer auf die Idee kommt. Im Nachgang etwas hart, da meldet sich der Wacholder, der will halt auch nicht in Vergessenheit geraten.

 Nun kommt der Moment, in dem wir keinen Teebeutel ins Glas geben, wobei das bei einigen Gins echt passt. Einfach mal Schwarztee oder so kalt werden lassen und dass in den Gin geben, da merkt man halt die „Verwandtschaft“ zwischen Tee und Gin. Unser Standard nicht gesponsertes Tonic Water von Thomas Henry ins Glas dazu geben und dann kurz warten. Beim ersten Schluck sind wir beide kurz überrascht, wir kennen diesen Geschmack und nach kurzem Überlegen wissen wir es. Ja, es schmeckt wie Kamillentee, nur in viel genialer und besser. Ein Kamillentee den man gerne trinkt, egal ob krank oder nicht. Ob die süße im KamillenGinTonic durch die Johannisbeere kommt, nehmen wir jetzt einfach mal an und freuen uns über diese tolle Teekreation. Das läuft und wir verleihen den Ginseidank Kamillentee Adward des Jahres 2018. Eine tolle Abwechslung auf dem Ginmarkt.

Ein Haus, eine Kuh und einen Gin

Wir könnten jetzt hier eine Grundsatzdiskussion lostreten, wir müssten nur Fragen welches ist das beste Haustier. Wir sind sicher über die Hälfte unserer Leser, die übrigens die besten Leser der Welt sind, kämen mit Hund oder Katze an. Aber, das wollen wir nicht, wir wollen nicht das hier ein Streit ausbricht darüber welche Haustiere die besten sind. Halten wir uns an Pipi Langstrumpf, die hat ein Haus, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd, die schauen da zum Fenster raus. Und jetzt mal ehrlich, wer hat gerade nicht auch die Melodie im Kopf? Ein Pferd und einen Affen als Haustier, das ist mal was Extravagantes. Wir haben einen Kumpel, der hat eine Schlange daheim. Schönes Tier, sehr schönes Tier aber halt eher zum Anschauen. Das einer von uns Schildkröten hat, wisst ihr, wenn ihr uns auf Instagram folgt, da waren die beiden, die übrigens Sun und Shine heißen, schon mal zu sehen. Ein guter Kumpel von uns hatte mal Hühner als Haustiere, denen ging es echt gut bei ihm bis halt der Marder kam, aber sonst hatten die ein tolles Leben. Aber ansonsten kennen wir kaum Leute die irgendwie Haustiere haben, die nicht Hund, Katze oder Fische sind. Eine Kuh wäre doch mal was, oder nicht? Eine Kuh die Milch gibt, glücklich ist und das Logo des eigenen Gins inspiriert, wie beim Gin um den es heute hier Geht, den Vienna Cowling Gin.

Nach dem Lechtal Kramat und dem Funky Pump ein weiterer Österreicher bei uns im Blog, nicht das ihr denkt wir haben irgendwie eine Vorliebe für die Alpen, aber irgendwie finden wir immer wieder Gins aus dieser Gegend und die finden dann eben auch den Weg in unseren Blog. Der Vienna Cowling kommt wie der Name schon sagt aus Wien, der Hauptstadt Österreichs. Die Geschichte des Gins hat uns auf diesen aufmerksam werden lassen, wie wir auch hat der Schöpfer des Gins eine Vorliebe für Gin und wollte einfach seinen eigenen Zaubertrank haben. Aber warum die Kuh? Auf der Homepage wird das kurz angeschnitten, der Gin entsteht im Familienbetrieb, der Papa destilliert und füllt ab, etikettiert wird von der Tochter, die eben auch das Logo erfand. Eine Kuh frisst eben am liebsten nur die besten und leckersten Kräuter. Die Flasche ist schnell geöffnet und es kommt einem ein wunderschöner Lavendelduft entgegen, das riecht irgendwie nach Urlaub und etwas Süßes steigt in die Nase. Also ab ins Glas damit er etwas abkühlt und dann nochmal riechen. Am Geruch ändert sich nicht viel, Lavendel und etwas Süßes, könnte die Himbeere sein die mit drin ist.

Vienna Cowling und Thomas Henry
Der Vienna Cowling Gin aus Wien mit Schlüsselanhänger und Thomas Henry.

Auf der Homepage wird zwar empfohlen das pur zu trinken, aber wir finden pur ist das für uns nichts. Nicht dass es jetzt schlecht schmeckt aber für unseren Geschmack ist das zu viel Lavendel und auch der Wacholder ist hier sehr dominant. Es gibt mit Sicherheit Leute die sich Vogelspinnen halten und auch diesen Gin pur mögen, wir allerdings nicht. Die Himbeere, den Zitronenthymian und die Orangenblüten schmecken wir pur nicht raus. Aber wir bilden uns ein das wir die Himbeere und die Pfefferminze raus schmecken. Wir sind uns sogar richtig sicher die Pfefferminze raus zu schmecken. Irgendwie stellen wir uns eine Kuh vor, auf einem Feld nahe Wien, die gemütlich über jenes Feld läuft, sich freut das kleine Kinder sich freuen, dass sie eine Kuh sehen und die Kuh genüsslich Pfefferminze, Himbeeren und Zitronenthymian isst. Die Vorstellung ist uns lieber als der Gedanke sich morgens eine aromatisierte Milch in den Kaffee zu geben. Zurück zum Gin, denn ebenfalls auf der Homepage wird empfohlen den Gin mit einem Mediterranen Tonic zu trinken, aber wer wären wir, wenn wir uns an alles halten das man uns vorschreibt? Wir bleiben natürlich beim Standard von uns und nehmen das Thomas Henry und brauchen eine Weile zu verstehen was wir da gerade trinken. Vielleicht sitzen wir so erstarrt da wie der Hase vor der Schlange, oder wir wissen einfach nicht ob wir diese Lavendeldominanz gut finden oder nicht. Die Empfehlung eines mediterranen Tonics passt da schon ganz gut, man darf nicht gegen den Lavendel vorgehen man muss ihn dazu bringen mit etwas anderem zu harmonieren.

Der Gin ist auf jeden Fall etwas Ausgefallenes, kam uns so bisher noch nicht unter und hat bestimmt eine große Fangemeinde auch zu recht. Alleine die Hingabe die in dem Gin steckt ist aller Ehren wert.